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Saison 2016/2017
Samstag, 28. Januar 201720:00 Uhr

TSV HaunstettengegenHerren I

Heim

TSV Haunstetten

26 : 19

Endergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Sensationen werden mitgenommen

HCS Außenseiter in Haunstetten

Es läuft nicht rund bei den Sulzbacher Handballern. Nach dem Abschluss der Vorrunde am letzten Samstag haben die Herzogstädter weiterhin nur drei magere Pünktchen aus den Heimspielen gegen Günzburg und Unterhaching auf der Habenseite und das wird wohl auch noch etwas länger so bleiben. Der Gegner am kommenden Samstagabend, der TSV Haunstetten scheint leider nicht der richtige Partner für den Start einer Aufholjagd zu sein. Schon beim Saisonbeginn in Sulzbach waren die Schwaben eine Klasse besser als der HCS und entführte locker die Punkte aus der Herzogstadt (19:28). Da darf man auswärts in der TSV-Halle (Landsberger Str. 3a) wohl nur mit einer sehr optimistischen Grundeinstellung an eine Sensation bei den Haunstettenern hoffen. Noch dazu, da mit Jiri Smolik der zweitbeste Torschütze und Kopf der Mannschaft wegen seiner Verletzung fehlt.

Dabei scheinen die Schwaben in dieser Runde durchaus verwundbar zu sein, denn die launische Spielweise verhinderte einen besseren Tabellenplatz. Als Zehnter liegen die Haunstettener am Ende des breiten Mittelfelds der Bayernliga, aber schon mit komfortablem Vorsprung auf die gefährdete Region. Trainer Michael Rothfischer kann den Rest der Saison eigentlich schon als Vorbereitung für die nächste Runde sehen, in der die ambitionierten Augsburger Vorstädter sicher einen Schritt nach oben machen wollen. Letzte Woche machte sein Team schon fast alles richtig und gewann entspannt mit 27:20 beim Nachbarn aus Niederraunau.

Die Krizek-Truppe muss in solchen Spielen versuchen mitzuhalten, um in den entscheidenden Partien gegen die direkten Gegner im Abstiegskampf parat zu stehen. Lernen, Selbstvertrauen und Motivation behalten, sind die kleinen Ziele der Oberpfälzer in diesen Situationen. Immerhin darf der Coach wieder auf einen Einsatz seines zweiten Führungsspielers, Marco Forster hoffen, der seine Erkältung auskuriert hat. Mit dem Motto, als krasser Außenseiter kann man eigentlich nur gewinnen, wird jede Art von Sensation mitgenommen. Die Hoffnung stirbt zuletzt und dafür ist die Saison noch viel zu jung.

HC Sulzbach: Lotter, Marx Marco Forster, Kristian Forster, Ströhl, Burkhardt, Wedel, Luber, Mignon, Waitz, Broz

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Rumpftruppe schlägt sich bravurös

19:26-Niederlage in Haunstetten ohne fünf Stammspieler

Gäbe es beim Handball eine ähnliche Regelung wie beim Skispringen, hätten die Sulzbacher Handballer die Partie in Haunstetten wohl gewonnen. Wenn ein Skispringer bei schlechtem Bedingungen starten muss, bekommt er Bonuspunkte, das gibt es leider beim Handball noch nicht.

Dabei blies der Gegenwind den Herzogstädtern mächtig ins Gesicht. Ohne fünf Stammspieler mussten die Oberpfälzer ins Schwabenland fahren. Smolik und Mignon verletzt, Marco Forster und Burkhardt krank und Michael Waitz verhindert. Da fehlten dann gleich mal der erste Rückraum und die drei besten Torjäger des Teams. So schnürte Trainer Pavel Krizek selbst mal wieder seine Handballschuhe und Florian Zippe im Tor sowie Fabian Wedel kamen unverhofft zu ihren ersten Bayernligaeinsatz. Zwar konnten diese Jungs den verdienten 26:19-Heimsieg der Haunstettener auch nicht verhindern, doch das Auftreten der Debütanten fügte sich nahtlos in die große kämpferische Leistung der Not-Mannschaft an diesem Samstagabend ein.

Eine völlig neue Erfahrung machte auch Torhüter Max Lotter. 20 Minuten lang hütete er bravurös das Tor der Gäste und wechselte dann mal eben als Kreisspieler in den Angriff. Eine saubere Sperre für Martin Broz, ein gerissener Siebenmeter, fast schien sich hier eine zweite Karriere anzubahnen, ehe der gelernte Keeper erfahren musste, das es im Feld oft etwas gefährlicher zugeht. Eine Kapselverletzung an der Hand beendete den tollen Auftritt des neuen Kreisläufers und die Krankenliste des HCS ist um einen Namen länger.

Dass die Herzogstädter trotzdem nicht zum Kanonenfutter der Gastgeber wurden, liegt vor allem an der kämpferischen Einstellung des Teams und an einem ?Jetzt erst recht-Gefühl? der eingeschworenen Truppe. 14:10 lagen die Sulzbacher zur Pause nur zurück, weil sich einige Akteure in den Vordergrund spielten, die sonst nicht so zum Zuge kamen. Besonders Martin Broz nutzte seine Spielzeit und machte das beste Spiel für den HC Sulzbach. Am Ende standen 8 Treffer für den jungen Tschechen auf dem Bogen und die Hoffnung dass nun der Knoten geplatzt ist. Auch Daniel Luber konnte sich als Spielmacher besser entfalten als zuletzt am Kreis.

In der zweiten Hälfte wäre es dann fast noch einmal spannend geworden, als Fabian Wedel sein erstes Bayernligator erzielte (17:14). Doch dann waren die Jungs mit ihren Kräften am Ende und der Gastgeber siegte doch noch klar mit 26:19. Nun hofft man im Sulzbacher Lager auf baldige Genesung der Kranken und Verletzten, denn bald kommen die entscheidenden Spiele um den Abstieg, da wäre es schön wenn mal wieder ein kompletter Kader zur Verfügung stehen würde.

HC Sulzbach: Lotter, Marx, Zippe (Tor); Broz 8, Luber 5, Ströhl 3, Sebastian Wedel 2, Fabian Wedel 1, Kristian Forster, Krizek

Bericht: cwh