Vor dem Spiel
Als Außenseiter nach Erlangen
Krizek-Truppe hat beim Angstgegner nichts zu verlieren
Nach zwei Spieltagen haben die Sulzbacher Handballer schon alle Höhen und Tiefen in der Bayernliga ausgelotet. Dem Überraschungserfolg in Ottobeuren folgte ein deftiger Rückschlag im Heimspiel gegen Ismaning, damit sind die Herzogstädter zumindest in der Tabelle mittendrin im Haifischbecken Bayernliga. Der Tabellensiebte muss nun am Sonntag um 15.30 Uhr beim Tabellenneunten HC Erlangen II antreten, denn die punktgleichen Mittelfranken starteten die Saison ebenfalls mit einem Sieg und einer Niederlage. Die Partie findet in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle in der Schillerstraße 56 in Erlangen statt.
Doch nur die noch wenig aussagekräftige Tabellensituation deutet auf ein Spiel von zwei gleich starken Gegnern hin. Die Historie spricht hier ganz anders. In den letzten Jahren, wo die beiden Mannschaften in der Landes- oder Bayernliga aufeinander trafen, hieß der Sieger immer HC Erlangen und so trägt der HCE auch in diesem Spiel die klare Favoritenbürde. Grund dafür sind natürlich vor allem die deutlich besseren Trainingsmöglichkeiten der Zweitligareserve und das schier unerschöpfliche Reservoir an Nachwuchsspielern aus den hochkarätigen Jugendmannschaften der Universitätsstädter. Die Bundesligamannschaft der Gastgeber lockt natürlich viele Talente nach Erlangen, davon können die Sulzbacher Handballer leider nur träumen. Eigentlich wären die Mittelfranken längst reif für höhere Aufgaben, doch das scheitert meist daran, dass Trainer Helmut Hofmann eine gewisse Zeit braucht, um aus der Vielzahl von Einzelkönnern eine eingespieltes Team zu formen. So haben die Erlanger oft Startschwierigkeiten in der Liga, was die 26:30-Niederlage letzte Woche in Waldbüttelbrunn bestätigt.
Für die Krizek-Truppe gilt es, die Pleite gegen Ismaning abzuhaken. Vielleicht passt ja das Spielsystem der nächsten Gegner besser in das Konzept der Herzogstädter, die zumindest erkannt haben, dass ohne eine geschlossene Mannschaftsleistung kein Blumentopf zu gewinnen ist. Wenigstens die Personalsituation ist entspannt, denn alle Akteure stehen dem Coach wohl zur Verfügung. Pavel Krizek hofft vor allem auf eine Leistungssteigerung seiner Rückraumschützen, wo außer Sebastian Schuh keiner auch nur annähernd seine Normalform erreichte. Akzente setzten nur die Außen- und Kreis-Spieler und auch in der Abwehrarbeit ist noch Luft nach oben.
Trotzdem fährt das Team relativ entspannt nach Erlangen, denn zu verlieren hat man als krasser Außenseiter nur wenig. Außerdem bleibt die Hoffnung dass jede Serie einmal reißt.
HC Sulzbach: Matijevic, Vojtech Björn Kreyßig, Krizek, Laugner, Baumgärtel, Schuh, Forster, Schmidt, Termer, Smolik, Toni Kreyßig, Ströhl, Wedel
Bericht: cwh
