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Saison 2008/2009
Samstag, 28. Februar 200916:30 Uhr

Herren IgegenTS Herzogenaurach

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

TS Herzogenaurach

Spielort

Krötensee

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Gegen Herzogenaurach kein Selbstläufer

Kundmüller-Truppe im Aufwind

Nach der kurzen Faschingspause steigt auch der HC Sulzbach wieder in den Spielbetrieb der Landesliga Nord ein. Gegner ist am Samstag der TS Herzogenaurach, der zur gewohnten Zeit um 16.30 Uhr, aber in ungewohnter Halle in der Krötenseeschule bei den Herzogstädtern antreten muss. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge wird es Zeit, dass die Gömmel-Truppe wieder in die Erfolgsspur findet und so erwarten die Fans gegen den Tabellenzwölften aus Mittelfranken eigentlich einen klaren Erfolg. Doch so einfach wie es auf dem Papier aussieht, wird es sicher nicht werden, denn die Herzogenauracher haben in den letzten Wochen mit einigen überraschenden Erfolgen auf sich aufmerksam gemacht.

Beim Hinspiel Ende Oktober war die Partie noch ein echtes Abstiegsduell, denn beide Teams hatten noch keinen Erfolg auf der Habenseite. Nach einem hart erkämpften 30:27-Erfolg der Sulzbacher trennten sich erst einmal die Wege der beiden Teams. Die Herzogstädter starteten eine eindrucksvolle Siegesserie und setzten sich ins Mittelfeld der Liga ab. Bei der Truppe von Trainer Ben Ljevar dauerte es noch eine Weile, ehe auch der Pegel der Franken nach oben ausschlug. Eng mit der Leistungssteigerung der „Herzos“ ist der Name Ingo Kundmüller verbunden. Der Linkshänder zählt zu den Top-Torjägern der Liga und war schon im Hinspiel der einzige Akteur, der sich dem HC Sulzbach fast alleine entgegen stellte. Seine Knaller aus dem Rückraum bescherten seinem Team zuletzt einige eindrucksvolle Siege gegen so starke Teams wie dem HC Erlangen II, dem MTV Stadeln und der TS Selb. Auch ihr letztes Spiel gewann die Turnerschaft sicher gegen den Tabellenletzten aus Heidingsfeld mit 34:29 Toren.

Da heißt es also aufgepasst, damit es am Samstag keine böse Überraschung gibt. Hoffentlich wirkt es sich da nicht negativ aus, dass ausgerechnet Trainer Ingo Gömmel in dieser Woche aus beruflichen Gründen das Training nicht leiten konnte und auch am Samstag nicht als Coach zur Verfügung steht. Da wird wohl mit Günter Ströhl und/oder Gerd Andörfer wieder einmal der eine oder andere alte bekannte Ex-Trainer die Geschicke der Mannschaft leiten, aber das hat ja auch in der Vergangenheit schon sehr gut geklappt. Gewinnen muss das Team sowieso alleine und da außer dem Langzeitverletzten Peter Englhard wieder alle Akteure wieder fit sind, ist ein Erfolg gegen die Herzogenauracher fast schon Pflicht.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Baumgärtel, Waitz, Braun, Munker, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Stauber

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Handball-Krimi mit Happy End

Sulzbacher Handballer mit hart erkämpften 26:25-Erfolg gegen die TS Herzogenaurach

Die Sulzbacher Handballer haben die Nerven ihrer Fans wieder einmal bis zur letzten Sekunde beansprucht. Erst als der direkte Freiwurf von Ingo Kundmüller nach dem Abpfiff im Sulzbacher Block landete, war der dramatische 26:25-Sieg der Herzogstädter gegen den TS Herzogenaurach unter Dach und Fach. Zuvor hatten die Gastgeber wieder alle Facetten ihres Leistungsspektrums gezeigt. Der völlig verschlafenen ersten Halbzeit folgte, wie gewohnt, eine begeisternde Aufholjagd, die mit einem glücklichen, aber verdienten Erfolg endete.

Stark ersatzgeschwächt mussten die Herzogstädter die Partie beginnen. Neben dem kompletten Mittelblock Englhard, Baumgärtel und Rohrbach fehlte auch noch der Haupttorschütze Michael Waitz wegen einer Studienfahrt. Auch Trainer Ingo Gömmel stand wegen eines Trainerlehrgangs nicht zur Verfügung und so mussten wieder einmal die beiden Sulzbacher Ex-Coaches Günter Ströhl und Gerd Andörfer die Geschicke der Mannschaft leiten.

An den beiden Handball-Lehrern lag es aber nicht, dass die Herzogstädter nach einer Abtastphase (3:3) den Faden verloren und schnell ins Hintertreffen gerieten. Zwar machte Peter Andörfer seine Aufgabe als Abwehrchef sehr ordentlich, aber insgesamt war die defensive 3-2-1-Konstellation zu passiv und konnte den gefährlichen Rückraumschützen Ingo Kundmüller noch nicht unter Kontrolle bringen. Etwas Pech war aber auch dabei, dass die Gastgeber nach 20 Minuten plötzlich mit sechs Toren (8:14) zurück lagen, denn während bei den Herzogenaurachern jeder Schuss ein Treffer war, fehlte den Sulzbachern das nötige Glück beim Abschluss. Erst als Torhüter Zdenek Vojtech den bis dahin völlig allein gelassenen Thorsten Güthe ersetzte, lief es etwas besser bei den Gastgebern und der Rückstand wurde bis 12:16-Pausenstand noch etwas verkürzt.

Nach der Halbzeit beorderten die beiden Coaches Stefan Moritz zur Manndeckung gegen Ingo Kundmüller und der Routinier schaffte es sehr schnell, die Kreise des Herzogenaurachers zu zerstören. Nun lief es plötzlich bei den Gastgebern, die den Rückstand in wenigen Minuten aufgeholt hatten (17:17). Besonders Thomas Stauber zeigte eine starke Leistung und entlastete den angeschlagenen Basti Braun auch auf der halbrechten Position. Jetzt wurde die Partie zu einem echten Krimi, in dem die Gäste meist ein oder zwei Tore in Front lagen. Doch der HCS ließ sich nun nicht mehr abschütteln, auch weil Zdenek Vojtech nun überragend hielt und die Ballgewinne mit viel Tempo verwandelt wurden.

Zum entscheidenden Akteur des Spiels wurde in den letzten Sekunden dann Marek Nachtman. Eben noch hatte der Tscheche beim Stande von 25:25 die Chance zur Führung versiebt, doch schon im nächsten Angriff gelang dem großen Talent mit viel Selbstvertrauen das alles entscheidende Tor. Der letzte Wurf der Gäste landete, wie bereits erwähnt in den Armen der Sulzbacher Abwehr und so feierten die Spieler mit den Fans minutenlang den glücklichen, aber letztendlich durch die Leistungssteigerung verdienten Erfolg, gegen einen sehr starken Gegner aus Mittelfranken.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Braun S. 6(3), Moritz 4, Nachtman 4(1), Andörfer 3, Hartmann 3(1), Stauber 3, Forster 2, Artz 1, Burckhardt, Braun M., Ströhl, Munker

Bericht: cwh