Vor dem Spiel
Herkulesaufgabe in Unterhaching
Herzogstädter haben einen Traum
Das hätte sich in der Herzogstadt vor der Saison auch niemand träumen lassen, dass man am 10. Spieltag die anstehende Partie mit etwas Wohlwollen als Spitzenspiel titulieren kann. Immerhin spielt der Tabellenfünfte aus der Herzogstadt beim Tabellenzweiten, dem TSV Unterhaching, der vor zwei Wochen noch der Tabellenführer der Bayernliga war. Dieses Duell findet am Samstag um 18:15 Uhr in der Hachinga-Halle (Grünauer Alle 6, Unterhaching) statt. Vor dem letzten Spieltag wäre der Traum von einem Punktgewinn bei den Oberbayern mehr als vermessen gewesen, doch nach der überraschenden 25:32-Niederlage der Hachinger in Waldbüttelbrunn und dem 29:17-Kantersieg der Sulzbacher gegen Rothenburg, fahren die Oberpfälzer zwar immer noch mit viel Respekt, aber auch mit viel weniger Angst in die Landeshauptstadt.
Nicht nur deshalb fühlen sich die Herzogstädter in der Rolle des Außenseiters pudelwohl, denn der Druck in dieser Partie liegt klar bei den Gastgebern. Die Niederlage bei den Waldbüttelbrunnern kann eigentlich nur ein Ausrutscher gewesen sein, suggeriert uns zumindest der Blick auf die Torschützenliste der Bayernliga. Da liegt der erfahrene Kreisläufer Johannes Borschel klar auf den 1. Platz und mit den Rückraumspielern Salger, Becker und Dauhrer rangieren drei weitere Akteure unter den Top-Zwanzig. Mit dieser gewaltigen Durchschlagskraft dominierten die Hachinger bisher die Liga und wollen sich nach dem Fauxpas in Unterfranken schnell wieder die Tabellenführung zurückholen. Ein Sieg gegen den aufmüpfigen Aufsteiger aus dem bayerischen Norden soll hier nur eine Zwischenstation sein.
Die Herzogstädter lässt das in diesen Tagen ziemlich kalt, denn nach der Siegesserie der letzten Wochen passen die Trikots der Herzogstädter kaum noch über die breite Brust. Nach Oberbayern kann man ohne jeden Stress fahren, denn mit 10:8 Punkten liegen die Sulzbacher deutlich über den errechneten Kurs. Doch auch wenn man in der Oberpfalz zur Zeit auf Wolke sieben schwebt, ist doch jedem klar, dass diese gewonnenen Punkte wichtig im Abstiegskampf sind, den man nicht aus den Augen verlieren wird. Im ungünstigsten Fall steigen aus der Bayernliga bis zu vier Mannschaften ab, wenn die bayerischen Vereine in der 3. Liga auf den hinteren Plätzen landen und die Bayernliga von oben auffüllen. Da sollte das Saisonziel der Herzogstädter dann doch der 10. Tabellenplatz sein und der ist noch lange nicht in trockenen Tüchern.
Trainer Pavel Krizek freut sich, dass am 10. Spieltag immer noch kein Verletzter zu beklagen ist und hofft auf seinen kompletten Kader bei der Herkulesaufgabe in Unterhaching. Also Jungs, mit etwas böhmischer Hexerei und der Einstellung der letzten Wochen können wir auch den Favoriten aus Unterhaching ärgern. Wir sind noch lange nicht satt.
HC Sulzbach: Matijevic, Vojtech (Tor) Björn Kreyßig, Krizek, Laugner, Baumgärtel, Schuh, Forster, Schmidt, Termer, Ströhl, Smolik, Toni Kreyßig, Wedel
Bericht: cwh
