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Saison 2013/2014
Samstag, 23. November 201318:15 Uhr

TSV UnterhachinggegenHerren I

Heim

TSV Unterhaching

40 : 36

Endergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Herkulesaufgabe in Unterhaching

Herzogstädter haben einen Traum

Das hätte sich in der Herzogstadt vor der Saison auch niemand träumen lassen, dass man am 10. Spieltag die anstehende Partie mit etwas Wohlwollen als Spitzenspiel titulieren kann. Immerhin spielt der Tabellenfünfte aus der Herzogstadt beim Tabellenzweiten, dem TSV Unterhaching, der vor zwei Wochen noch der Tabellenführer der Bayernliga war. Dieses Duell findet am Samstag um 18:15 Uhr in der Hachinga-Halle (Grünauer Alle 6, Unterhaching) statt. Vor dem letzten Spieltag wäre der Traum von einem Punktgewinn bei den Oberbayern mehr als vermessen gewesen, doch nach der überraschenden 25:32-Niederlage der Hachinger in Waldbüttelbrunn und dem 29:17-Kantersieg der Sulzbacher gegen Rothenburg, fahren die Oberpfälzer zwar immer noch mit viel Respekt, aber auch mit viel weniger Angst in die Landeshauptstadt.

Nicht nur deshalb fühlen sich die Herzogstädter in der Rolle des Außenseiters pudelwohl, denn der Druck in dieser Partie liegt klar bei den Gastgebern. Die Niederlage bei den Waldbüttelbrunnern kann eigentlich nur ein Ausrutscher gewesen sein, suggeriert uns zumindest der Blick auf die Torschützenliste der Bayernliga. Da liegt der erfahrene Kreisläufer Johannes Borschel klar auf den 1. Platz und mit den Rückraumspielern Salger, Becker und Dauhrer rangieren drei weitere Akteure unter den Top-Zwanzig. Mit dieser gewaltigen Durchschlagskraft dominierten die Hachinger bisher die Liga und wollen sich nach dem Fauxpas in Unterfranken schnell wieder die Tabellenführung zurückholen. Ein Sieg gegen den aufmüpfigen Aufsteiger aus dem bayerischen Norden soll hier nur eine Zwischenstation sein.

Die Herzogstädter lässt das in diesen Tagen ziemlich kalt, denn nach der Siegesserie der letzten Wochen passen die Trikots der Herzogstädter kaum noch über die breite Brust. Nach Oberbayern kann man ohne jeden Stress fahren, denn mit 10:8 Punkten liegen die Sulzbacher deutlich über den errechneten Kurs. Doch auch wenn man in der Oberpfalz zur Zeit auf Wolke sieben schwebt, ist doch jedem klar, dass diese gewonnenen Punkte wichtig im Abstiegskampf sind, den man nicht aus den Augen verlieren wird. Im ungünstigsten Fall steigen aus der Bayernliga bis zu vier Mannschaften ab, wenn die bayerischen Vereine in der 3. Liga auf den hinteren Plätzen landen und die Bayernliga von oben auffüllen. Da sollte das Saisonziel der Herzogstädter dann doch der 10. Tabellenplatz sein und der ist noch lange nicht in trockenen Tüchern.

Trainer Pavel Krizek freut sich, dass am 10. Spieltag immer noch kein Verletzter zu beklagen ist und hofft auf seinen kompletten Kader bei der Herkulesaufgabe in Unterhaching. Also Jungs, mit etwas böhmischer Hexerei und der Einstellung der letzten Wochen können wir auch den Favoriten aus Unterhaching ärgern. Wir sind noch lange nicht satt.

HC Sulzbach: Matijevic, Vojtech (Tor) Björn Kreyßig, Krizek, Laugner, Baumgärtel, Schuh, Forster, Schmidt, Termer, Ströhl, Smolik, Toni Kreyßig, Wedel

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Vogelwild in Unterhaching

Starker Angriff und schwache Abwehr in einem unterhaltsamen Spiel

„Vogelwild“ ist wohl das beste Attribut, mit der man die Partie der Sulzbacher Handballer beim TSV Unterhaching beschreiben kann. 40:36 siegte der Gastgeber in einem unterhaltsamen Spiel, in dem der Gast aus der Oberpfalz zwar nie eine echte Chance hatte, sich aber mit viel Herz erfolgreich gegen ein Debakel beim Tabellenzweiten wehrte.

Nur zu Beginn stotterte die Tormaschine der Oberbayern noch etwas. So führte der HC die Partie bis zum 5:6 an, doch dann waren die Torjäger der Unterhachinger warmgelaufen. Plötzlich stand es 14:9 für die Münchner Vorstädter, die jetzt zeigten, warum sie den zweitbesten Angriff der Liga haben. Dabei kam den Gastgebern natürlich vor allem entgegen, dass die Herzogstädter nicht einmal ansatzweise die guten Abwehrleistungen der vergangenen Spiele abrufen konnten. Torhüter Zdenek Vojtech wurde sträflich alleine gelassen und war nicht unglücklich, dass Trainer Pavel Krizek nach 15 Minuten Mile Matijevic brachte, dem es allerdings nur marginal besser erging. Wenigstens im Angriff waren die Sulzbacher aber auf Augenhöhe und beteiligten sich rege am munteren Scheibenschießen. So konnte der Abstand bis zur Pause sogar noch etwas verringert werden. Mit 19:16 ging man in die Kabinen und noch herrschte etwas Hoffnung im Lager des Aufsteigers.

Die ging aber schnell verloren, denn die Gastgeber starteten furios in die zweiten 30 Minuten. Besonders der 2m-Hühne Mathias Salger war jetzt nicht mehr zu halten. Er machte es mit 12 Treffern ebenso zweistellig wie der Toptorjäger der Bayernliga Johannes Borschel, der zehnmal traf. 15 Minuten vor Schluss führten die Hachinger dann mit 30:19 und ein Debakel bahnte sich an. Doch nun bewiesen die Gäste Moral. Die Mannschaft zeigte Charakter und wartete nicht auf den erlösenden Schlusspfiff, sondern versuchte sich mit Anstand aus der Hachinga-Halle zu verabschieden. Natürlich kam es den Oberpfälzern entgegen, dass die Gastgeber etwas Gas wegnahmen, doch die Sulzbacher hatten jetzt ihren Spaß am Spiel und starteten eine bemerkenswerte Aufholjagd. Mile Matijevic war nun ein starker Rückhalt seines Teams und im Angriff lief es jetzt wie geschmiert. Alle Akteure zeigten sich nun sehr treffsicher und als der diesmal sehr starke Linksaußen Stefan Ströhl das 36:33 erzielte, kam fast noch etwas Spannung auf. Doch die Unterhachinger erhöhten noch einmal den Druck und brachten den Vorsprung doch noch sicher nach Hause.

Mit dem 40:36-Endstand war Trainer Krizek dann durchaus zufrieden, mit der Abwehrleistung seiner Jungs allerdings nicht. Trotzdem schaut man im Sulzbacher Lager zuversichtlich auf das Spiel am kommenden Samstag gegen den Tabellenführer aus Fürstenfeldbruck. Der Angriff hat seine Bayernligatauglichkeit längst bewiesen und in der heimischen Krötenseehalle dürfte auch die Abwehr wieder besser stehen.

HC Sulzbach: Matijevic, Vojtech (Tor); Smolik 7(3), Schuh 6, Björn Kreyßig 6(3), Laugner 4, Ströhl 4, Toni Kreyßig 3, Forster 2, Baumgärtel 2, Wedel 1, Termer 1, Krizek

Bericht: cwh