Vor dem Spiel
Zwischenbilanz des HC Sulzbach
Tabellenführung schöne Momentaufnahme
Sulzbach (lis). Am kommenden Wochenende haben die Sulzbacher Handballerinnen Zeit zum Durchschnaufen in der Bayernliga. Aufgrund des Rückzugs des TSV Vaterstetten aus der höchsten bayerischen Spielklasse, sind die HC-Mädels spielfrei und können die Zeit nutzen, um Erkältungen und Verletzungen auszukurieren. Es bleibt also Zeit für eine kurze Zwischenbilanz: Bislang hat der HC Sulzbach sechs Spiele in der laufenden Saison absolviert und kann eine sehr positive Bilanz ziehen: fünf Siege und ein Unentschieden bedeuten Rang 1 in der Tabelle. Doch die Herzogstädterinnen wissen wohl, dass diese Spitzenposition nur eine schöne Momentaufnahme ist. Die schweren Gegner wie TSV Haunstetten, HaSpo Bayreuth, HC Erlangen und der Titelaspirant HSV Bergtheim kommen erst noch. Bisher spielte man gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel und dem unteren Mittelfeld der Liga. Auch die nächste Partie scheint auf dem Papier eine leichte Aufgabe zu sein, wenn die Oberpfälzerinnen am 21. November 2009 zum spielstarken Aufsteiger HSG-Würm-Mitte reisen, der mit 2:12 Punkten momentan das Schlusslicht der Liga ist. Allerdings hatte Würm ein knüppelhartes Auftaktprogramm und so wird das Aufeinandertreffen alles andere als ein Kinderspiel für die Gäste aus der Oberpfalz. HC-Trainer Jürgen Heubeck und Co-Trainer Martin Müller bleiben drei Trainingseinheiten Zeit, um ihre Mannschaft auf dieses schwere Auswärtsspiel einzustellen. Lässt man die bisherigen Spiele Revue passieren, kann man sehen, dass sich die jungen Spielerinnen wie Franziska Scheidler und Julia Haske beispielsweise schon sehr gut an das raue Klima in der Bayernliga gewöhnt haben. Hier sehen beide Trainer aber noch viel Luft nach oben und fordern weiterhin viel Einsatz und Engagement im Training. Verbesserungsbedarf beim ganzen Team besteht allerdings besonders im Positionsangriff. Gegen Nürnbergs defensive Abwehrformation tat man sich überraschend schwer und auch gegen Gröbenzell zeigten sich deutliche Schwächen, an denen individuell gearbeitet werden muss, wenn man auch mit den Großen in der Liga mithalten will. Abschließend ein kurzer Blick auf die Statistik: durchschnittlich 26 Tore pro Spiel im Angriff sind beachtlich – besonders erfreulich dabei, dass die Torausbeute auf viele Schultern verteilt ist - gut 23 Tore kassierten die HC-Mädels dagegen pro Spiel. Seit Montag hat auch Linksaußenspielerin Andrea Himmerer, die verletzungsbedingt lange Zeit pausieren musste, wieder mit dem Mannschaftstraining begonnen und wird gegen die HSG-Würm-Mitte vielleicht schon ihr Comeback geben.
