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Saison 2014/2015
Samstag, 29. November 201418:30 Uhr

Herren IgegenTSV Unterhaching

Heim

Herren I

30 : 31

Endergebnis

Gast

TSV Unterhaching

Spielort

Kroetensee

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Unterhaching kommt mit breiter Brust

Aber auch der HC Sulzbach hatte zuletzt einige Erfolgserlebnisse

Ein ganz normaler Spieltag wäre es gewesen, doch zwei Überraschungssiege von eigentlichen Außenseitern störten die Bilanz der Favoriten. War der 23:20-Auswärtserfolg der Sulzbacher Handballer in Rimpar noch keine echte Sensation so staunten die Experten über den 37:30-Sieg des TSV Unterhaching über die zuvor ungeschlagene DJK Waldbüttelbrunn doch schon etwas mehr. Der Zufall will es, dass eben die Teams aus dem Münchener Süden und die Oberpfälzer am kommenden Samstag um 18.30 Uhr in der Krötenseehalle aufeinandertreffen. Zwei Mannschaften mit breiter Brust versprechen so zumindest auf dem Papier ein echtes Handballspektakel.

Die Unterhachinger machen in dieser Saison auf launische Diva, denn so grandiosen Auftritten wie in der letzten Woche folgten auch schon mal etwas unerklärliche Niederlagen gegen schwächer eingeschätzte Teams. Deshalb ist der Tabellenfünfte mit sieben Minuspunkten schon raus aus dem Kampf um die Tabellenspitze und wird wohl eine ruhige Saison im Mittelfeld der Liga beenden. Eigentlich waren die Ansprüche der Oberbayern aber höher angesetzt. Mit Kreisläufer Thomas Borschel und den Rückraumschützen Mathias Salger und Thomas Schibschid verfügt Trainer Marco Müller über Spieler, die jederzeit alleine eine Partie entscheiden können. Doch, wie gesagt, besonders in fremden Hallen lassen es die Cracks gerne etwas langsamer angehen, anders sind die teils deftigen Pleiten in Landshut und Bayreuth nicht zu erklären.

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften konnte übrigens der HCS für sich entscheiden. Damals ein ganz wichtiger Heimsieg für die Herzogstädter gegen ein Unterhachinger Team, das aber mit der Saison schon so ziemlich abgeschlossen hatte.

Gastgeschenke haben die Gäste diesmal noch nicht im Gepäck und so müssen die Schützlinge von Trainer Pavel Krizek einmal mehr auf ihre Heimstärke bauen. Mit neun Punkten liegen die Herzogstädter voll im vorgegebenen Soll. In den drei letzten Spielen der Hinrunde ist die Partie am letzten Vorrundenspieltag gegen den Aufsteiger aus Friedberg wohl eher geeignet weitere Punkte einzufahren, doch auch im anstehenden Spiel gegen die Unterhachinger wittern die Herzogstädter ihre Chance. Da müssen aber wieder alle Akteure an ihre Grenzen gehen. Zurzeit liegt die Verantwortung zu sehr auf den schmalen Schultern von Flügelflitzer Marco Forster und dem etwas breiteren Rücken von Routinier Jiri Smolik.

Da kommt es zumindest zur rechten Zeit, dass die Abwehr um die starken Torhüter Heimpel und Lotter so langsam zu einem Bollwerk wird. Gegen den Unterhachinger Angriff, der im Schnitt über 30 Tore pro Spiel wirft, kann nur das der Schlüssel zum Erfolg sein. Wenn die Gastgeber es schaffen, die Oberbayern unter 25 Tore zu halten ist eine Überraschung durchaus im Bereich des Möglichen, denn mit der eigenen Defensive beschäftigen sich die Hachinger nur ungern.

HC Sulzbach:

Lotter, Heimpel Toni Kreyßig, Björn Kreyßig, Krizek, Laugner, Forster Marco, Brockstedt, Smolik, Funke, Luber, Klee, Forster Kristian

Nach dem Spiel

Favorit am Rande einer Niederlage

Unterhaching holt glücklichen 31:30 Sieg in der Oberpfalz

Fast wäre den Sulzbacher Handballern die große Überraschung geglückt. In einem sehr intensiv geführten Spiel mussten sich die Herzogstädter nach großem Kampf dem Favoriten aus Unterhaching denkbar knapp mit 30:31 geschlagen geben. Auch wenn man anerkennen muss, dass die Gäste die reifere und breiter aufgestellte Mannschaft hatten, die Leidenschaft und der Kampfgeist der Gastgeber hätte durchaus einen Punkt verdient gehabt.

Beide Teams hatten einige Akteure nicht zur Verfügung. Bei Sulzbach fehlte Flügelflitzer Björn Kreyßig, während die Hachinger ohne den Rückraumschützen Mathias Salger auskommen mussten. Damit war dem gefährlichen Kreisläufer Johannes Borschel der Passgeber genommen und der zweitbeste Torjäger der Liga konnte nicht so dominant wie gewohnt auftreten. Die Anfangsphase bestimmten so eher die Routiniers der beiden Teams. Spielmacher Thomas Schibschid war bei den Gästen der Mann der ersten Viertelstunde und düpierte die Sulzbacher Abwehr nach Belieben. Dass sich die Oberbayern hier nicht schon entscheidend absetzen konnten lag am Oldie im Sulzbacher Team, Jiri Smolik. Der Tscheche erinnert in diesen Wochen an guten Wein, der bekanntermaßen auch immer besser wird, je älter er ist. Elf Treffer markierte der Halblinke am Ende und alleine die Leistung des Torjägers hätte einen Punkt verdient gehabt. So blieb die Partie in der ersten Halbzeit immer sehr eng (7:7, 11:11) weil beide Teams durch viele Zeitstrafen am Spielfluss gebremst wurden und auch die Abwehrreihen mit zwei starken Torhütern das Spiel dominierten. Erst in den letzten Minuten der ersten Halbzeit konnten sich die Hachinger mit 13:15 einen Zweitore-Vorsprung erkämpfen, mit dem man dann auch in die Pause ging.

Doch die Gastgeber wollten sich natürlich noch nicht geschlagen geben. Neben Smolik waren es wie gewohnt die anderen Goalgetter der Herzogstädter, die ihre Klasse zeigten. Toni Kreyßig und vor allem Rechtsaußen Marco Forster, rissen ihr Team immer wieder mit tollen Toren aus der Problemzone und so durfte man beim Zwischenstand von 25:24 sogar etwas an der Sensation schnuppern. Leider holte sich Spielertrainer Pavel Krizek nun seine dritte Zeitstrafe ab und durfte fortan nicht mehr mitwirken. Das wirkte sich zwar weniger im Angriff aus, wo der junge Daniel Luber den Spielmacherpart übernahm, doch die Abwehr war ohne den Routinier doch arg geschwächt. Dies nutzte nun der beste Gästespieler Martin Dauhrer gnadenlos aus und fand immer wieder die Lücken in der nun etwas löchrigen Abwehr der Gastgeber. Beim Stande von 27:30 zwei Minuten vor Spielende schien die Partie endgültig gelaufen, aber Marco Forster und Jiri Smolik mit seinem elften Treffer machten es noch einmal spannend. Am Ende war dann das Glück bei den Gästen, die nicht unverdient den 30:31-Auswärtssieg feierten, während die Herzogstädter mit leeren Händen da standen. Der wohlverdiente Applaus der Fans tat dann auch gut und brachte die Gewissheit, dass der HCS auf den richtigen Weg ist, auch wenn die Hachinger diesmal noch die Nase vorne hatten.

HC Sulzbach: Lotter, Heimpel (Tor); Smolik 11(1), Forster Marco 9, Toni Kreyßig 5, Luber 1, Krizek 1, Laugner 1, Forster Kristian 1, Funke 1, Klee, Brockstedt