Vor dem Spiel
Reise zum Liganeuling Anzing
SV Anzing - SG Auerbach-Sulzbach
Nach drei Heimspielen in Folge geht es am kommenden Wochenende für die SG Auerbach-Sulzbach wieder auf Reisen. Dabei hat man am Sonntag um 16.00 Uhr beim SV Anzing, einen Neuling in der Bayernliga, anzutreten.
Der SV Anzing ist für die Gäste ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. Noch nie trafen beide Mannschaften aufeinander und was Stärken und Schwächen betrifft, ist man auf Informationen aus dritter Hand angewiesen. Die Oberbayern qualifizierten sich gemeinsam mit dem TSV Weilheim für die höchste bayerische Spielklasse und schalteten dabei überraschend Gerolzhofen aus. Ihre ersten vier Saisonspielen bestritten sie ausnahmslos zu Hause und erzielten dabei zwei Siege gegen Ingolstadt und Bayreuth. Gegen die Spitzenmannschaften aus Niederraunau und Friedberg musste man Niederlagen hinnehmen. War es gegen Niederraunau mit 20 : 22 noch knapp, so gab es gegen Friedberg mit 17 : 27 eine deutliche Packung. Mit 4 : 4 Punkten und 93 : 93 Toren stehen die Gastgeber auf Platz 5 der aktuellen Tabelle, ein Mittelplatz ist auch das Saisonziel der Mannschaft.
Wie schon die Torbilanz ausweist liegt die Stärke der Mannschaft in ihrer kompakten Abwehr, die nicht nur auf Torverhinderung ausgelegt ist, sondern auch Ballgewinne zu einem sehr effektiven Gegenstoßspiel nutzt. Hauptstützen des SV sind die Torhüter Fabian Fiedler und Max Diepenbruck, bei den Feldspielern setzt vor allem Max Haberthaler die Akzente, auf den die SG auch im Positionsangriff besonders achten muss.
Hinsichtlich des Punkte- und des Tabellenstands läuft bei der SG derzeit alles optimal. Gemeinsam mit dem TSV Friedberg, der positiven Überraschung der Saison, liegt man verlustpunktfrei an der Tabellenspitze, während der vorher als großer Favorit gehandelte HC Erlangen schon mit 6 Punkten Rückstand abgeschlagen ist. Dennoch ist man bei den Oberpfälzern mit der gezeigten Leistung nicht rundum zufrieden. In der Mannschaft steckt mehr und vom Leistungsstand der letzten beide Jahre ist man noch ein Stück entfernt. Nicht alle Spieler zeigen bisher ihre Normalform, bei einigen liegen die Schwankungen zwischen „Welt- und Kreisklasse“. Für die Trainer Renner und Schnödt stehen deshalb am Sonntag zwei Dinge im Vordergrund: Zum einen möchte man zwei Punkte aus Anzing entführen, was sicher nur mit Konzentration und Engagement möglich sein wird. Zum anderen liegt das Augenmerk auf einer Verbesserung der Geschlossenheit in allen Mannschaftsteilen. Immerhin stehen die Spiele gegen die diesjährigen Spitzenteams noch aus und dort hängen die Trauben höher als das bisher der Fall war.
Aufstellung: von Borstel, Weih, Waitz, Schmidt, Kellner, Englhard, Hofmann, Herold, Schnödt, Tannenberger, Weiss, Schnabl
