Vor dem Spiel
In Selb hängen die Trauben hoch
Fichtelgebirgsteam bester Aufsteiger der Saison
Nach der enttäuschenden 32:34-Heimniederlage der Sulzbacher Handballer gegen den MTV Stadeln am letzten Wochenende, beginnen, nach einem Blick auf die Tabelle, auch in der Herzogstadt so langsam die Hochrechnungen. Wenn man von vier Absteigern ausgeht, haben sich die TG Heidingsfeld und der TV Erlangen-Bruck bereits in die Bezirksoberliga verabschiedet. Auch die TS Herzogenaurach hat mit vier Punkten Rückstand ( bei noch drei Spielen ) nur noch theoretische Chancen auf dem Klassenerhalt. Größere Hoffnungen hat der ASV Cham, der nur zwei Punkte hinter dem rettenden 10. Tabellenplatz liegt. Nur drei Punkte vor den Bayerwäldern liegt der HC Sulzbach, der damit auch noch nicht alle Tücher im Trockenen hat. Zwar spricht das Restprogramm für die Herzogstädter, die an den letzten Spieltagen die beiden Absteiger aus Heidingsfeld und Erlangen als Gegner haben, doch sollte man sich darauf nicht verlassen und versuchen, die rettenden Punkte schon eher zu holen.
Eine Möglichkeit dazu, wäre ein Punktgewinn am Samstag um 17.30 Uhr bei der Turnerschaft Selb. Doch der Oberfrankenmeister des Vorjahres präsentierte sich als bester Aufsteiger in der Landesliga und ist als sicherer Tabellenfünfter, erstens längst aller Sorgen beraubt und zweitens klarer Favorit in dieser Partie. Das Spiel findet in der Roland-Daschner Halle in der Sedanstr. 2 in Selb statt.
Trotz eines 31:27-Hinspielerfolges hat der Gastgeber diesmal wohl die besseren Karten. Während die Jungs aus dem Fichtelgebirge vor allem in heimischer Halle kaum zu schlagen sind, fehlt der Gömmel-Truppe in den letzten Wochen der letzte Wille zum Sieg. Natürlich liegt das auch daran, dass sich die Personalsituation der Herzogstädter von Woche zu Woche verschlechtert. Jüngstes Opfer ist Abwehrchef Christian Rohrbach, der nach seinem Nasenbeinbruch die Saison abhaken muss. Auch Michael Waitz und Thomas Hartmann laborieren an Verletzungen und sind noch nicht sicher im Kader. So wird sich Trainer Ingo Gömmel wohl personell wieder aus der spielstarken Reserve bedienen müssen, die ja längst ihr Soll in der BOL erfüllt hat.
Es scheint also eine fast unlösbare Aufgabe zu sein, doch gerade mit dem Rücken zur Wand und dem Herz in der Hand, sind die Sulzbacher immer für eine positive Überraschung gut.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Andörfer, Baumgärtel, Waitz, Braun, Hartmann, Munker, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Stauber, Ströhl
Bericht: cwh
