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Saison 2010/2011
Samstag, 12. Februar 201119:30 Uhr

TV RoßtalgegenHerren I

Heim

TV Roßtal

:

Noch kein Ergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Wochen der Wahrheit gehen weiter

HCS will den Heimnimbus der Roßtaler testen

Der zweite Teil der Wochen der Entscheidung findet für die Sulzbacher Handballer in Roßtal statt. Nachdem am letzten Wochenende, mit der DJK Waldbüttelbrunn, ein hartnäckiger Verfolger mit einer 25:20-Niederlage nach Hause geschickt wurde, heißt es nun für die Rohrbach Truppe nachlegen, sonst wäre die tolle Leistung gegen den Bayernligaabsteiger nur die Hälfte wert. Die Partie findet am Samstag um 19.30 Uhr in der Hauptschule Roßtal in der Wilhelm-Löhe-Str. 17 statt und wird wieder ein schweres Stück Arbeit für die Herzogstädter. Die Roßtaler sind in eigener Halle noch ungeschlagen und besiegten hier mit dem HSC Coburg und dem TV Helmbrechts bereits zwei Hochkaräter der Liga.

Vor der Saison sahen die Ziele für die Truppe von Trainerfuchs Carsten Peine noch ganz anders aus. Als Aufsteiger der BOL Mittelfranken hoffte man wohl eher auf einen Platz im Mittelfeld, ohne eine Begegnung mit dem Abstiegsgespenst zu haben. Doch schon nach einigen Spielen merkten die Roßtaler, dass man sich doch lieber nach oben orientieren sollte. Obwohl sich Torjäger Sebastian Schuh, ein Ex-Sulzbacher, schon sehr früh in der Saison eine schwere Verletzung holte spielt die Mannschaft bis heute eine phantastische Saison und liegt mit nur 10 Minuspunkten immer noch im Bereich der Aufstiegsplätze. Zwar gab es am letzten Wochenende einen kleinen Rückschlag, als man sich im Derby gegen den MTV Stadeln mit einem 22:22-Remis zufrieden geben musste, doch ein Sieg gegen den Tabellenführer aus Sulzbach und die hoch motivierte Mannschaft wäre wieder im Rennen.

Allerdings treffen die Franken am Samstag auf einen Gegner, der mit breiter Brust nach Roßtal fährt. Sollten es die Jungs von Trainer Christian Rohrbach schaffen den Siegeswillen vom letzten Wochenende auch diesmal zu zeigen, wird es schwer für die Gastgeber. Besonders die Abwehrleistung lässt auf einen Punktgewinn hoffen, denn wer die Tormaschinen aus Waldbüttelbrunn stoppt, sollte auch am Samstag Beton anrühren können. Voraussetzung dafür ist natürlich wieder eine so überragende Torhüterleistung, wie sie Zdenek Vojtech am Samstag bieten konnte. Dafür benötigt der Hexer aber die Unterstützung seiner Vorderleute, die wieder mit Stefan Moritz und Peter Englhard planen können.

Im Sulzbacher Lager sollte nun auch der Letzte begriffen haben, was die Stunde geschlagen hat und so wird Chef-Motivator Christian Rohrbach diesmal seine Psychotricks nur zur Sicherheit auspacken.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Andörfer, Waitz, Smolik, Englhard, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Burkhardt, Krizek, Braun, Schmidt

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

HC Sulzbach bleibt auf Kurs

Handballkrimi beim 27:26-Auswärstsieg in Roßtal

„Dieses war der zweite Streich…“. Frei nach Wilhelm Busch siegen sich die Sulzbacher Handballer durch die Reihe der Spitzenspiele im Februar. Auch die zuvor in eigener Halle ungeschlagenen Roßtaler konnten die Rohrbach-Truppe nicht stoppen. In einer dramatischen Partie zweier gleichwertiger Mannschaften, hatte der HC Sulzbach das glücklichere Ende und siegte denkbar knapp mit 27:26 Toren. Das Schlagerspiel wurde seinem Namen nicht nur wegen der beiden lautstarken Fangruppen gerecht, sondern bot kämpferischen Handball der Extraklasse in einem Spiel, dass erst in der letzten Sekunde entschieden wurde.

Der HCS, der ohne Hartmann und Burkhardt und mit einem angeschlagenen Pavel Krizek auflaufen musste, startete wie gewohnt mit Problemen in die Partie. Wieder einmal dauerte es einige Minuten, ehe die Gäste begriffen, dass Handball ein Kampfsport ist. Da führte der Gastgeber bereits mit 4:1 und zeigte den Sulzbachern, warum sie ganz oben in der Tabelle stehen. Diszipliniert spielten die Roßtaler von der ersten bis zur letzten Minute ihre Abläufe durch, die sie wirklich perfekt beherrschen. Dazu kommt noch, dass die Peine-Truppe auf jeder Position gleichwertig besetzt ist und so nur sehr schwer auszurechnen ist. So dauerte es eine Weile, bis sich die Herzogstädter ins Spiel zurückgekämpft hatten (4:4). Wieder einmal war es Wirbelwind Marco Forster, der mit seinen Aktionen Schwung in das Team brachte. Nun trafen auch die Rückraumschützen und da den Gastgebern einige Zeit im Angriff nur wenig gelang, führte der HC Mitte der ersten Halbzeit mit drei Toren (6:9). Hier versäumte es der Gast einmal wieder die Partie vorzeitig zu entscheiden. Zu viele Fehlwürfe und einige schwache Abspiele verhinderten einen höheren Vorsprung und so ging man mit einem trügerischen 13:10 in die Pause.

Der TV Roßtal hatte längst erkannt, dass der Tabellenführer angeschlagen war und erhöhte nochmals seine Bemühungen. Spätestens beim 17:17-Ausgleichstreffer war dann auch dem letzten Fan klar, dass dieses Spiel eine echte Nervenschlacht werden wird. Die beiden tschechischen Ausnahmespieler Krizek und Smolik waren angeschlagen und konnten nicht ihr eigentliches Potential abrufen. Doch Trainer Christian Rohrbach nahm dies nicht als Ausrede, sondern bemängelte nach der Partie die fehlende Disziplin in der Umsetzung seiner Vorgaben. Ganz anders der Gastgeber, der spielerisch klar die bessere Mannschaft war. Immer wieder spielte man den treffsicheren Linksaußen Sören Hirschsteiner frei, oder fand den Weg über den Kreis zum Tor. Beim Stande von 23:21, zehn Minuten vor Schluss, schien die Partie schon gelaufen, doch dann erwachte doch noch einmal der Siegeswille bei den Herzogstädtern.

Der nervenstarke Sebastian Braun traf auch seinen dritten Siebenmeterwurf und Marco Forster und Michael Waitz schafften zwei Minuten vor Ende doch noch einmal die Führung (26:25). Jetzt in Unterzahl scheiterten die Gastgeber im nächsten Angriff und Jiri Smolik hätte das Spiel entscheiden können. Doch der Tscheche scheiterte am überragenden Roßtaler Keeper Thorsten Neukirchen. Noch war eine Minute zu spielen und die Gastgeber schafften tatsächlich noch einmal den Ausgleich. Doch ein Sulzbacher Spieler wollte die Partie unbedingt gewinnen, tankte sich abermals durch und diesmal traf der Tscheche zum 27:26-Endstand. Der letzte Versuch der Roßtaler, ein direkter Freiwurf, blieb in der Mauer hängen und die Sulzbacher feierten den so wichtigen Auswärtssieg.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Braun 6(3), Smolik 4, Waitz 4, Forster 3, Andörfer 3, Moritz 2, Krizek 2, Ströhl 1, Englhard 1, Schmidt 1, Wertmiller, Hausner

Bericht: cwh