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Saison 2009/2010
Samstag, 06. Februar 201020:00 Uhr

VfL GünzburggegenDamen I

Heim

VfL Günzburg

:

Noch kein Ergebnis

Gast

Damen I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Auswärtsspiel gegen VfL Günzburg

Schaffen die HC-Mädels auch diese Auswärtshürde?

(lis) Können die Bayernliga-Damen des HC Sulzbach nach drei Heimsiegen hintereinander ihre Erfolgsserie auch auswärts fortsetzen? Diese Frage stellt sich, wenn das Team des HC-Trainergespanns Jürgen Heubeck und Martin Müller zum Tabellenletzten VfL Günzburg reisen muss.

Der Aufsteiger schaffte es bisher nicht wirklich, in der Bayernliga Fuß zu fassen und steht mit nur drei Pluspunkten ganz unten im Tableau. Dennoch sollten die Herzogstädterinnen vor den Allgäuerinnen gewarnt sein, denn im Hinspiel konnten sie nur knapp mit 23:21 die Oberhand behalten und hatten besonders Probleme mit der 5:1-Deckung der Schwaben. Im Angriff baut Coach Harald Jekel vor allem auf Kathrin Boesveld und Kerstin Apel.

Der HCS tritt unverändert zur Vorwoche an, als mit Müh und Not die SG Waltenhofen/Kottern besiegt werden konnte. Mit Lisa Steiner und Diane Rösl fallen demnach die „Chefs“ in Angriff und Abwehr weiterhin aus. Bei Torfrau Jenni Ernst ist das Kreuzband zwar nicht durch-, sondern nur angerissen, trotz allem ist für sie die Saison beendet. Für den Rest gilt es, die Leistung der starken letzten zehn Minuten aus der Vorwoche abzurufen.

Die Vorzeichen können verschiedener nicht sein, Günzburg steht mit dem Rücken zur Wand und muss gewinnen, um noch Chancen auf den Klassenerhalt zu haben, während Sulzbach mit 17:11-Punkten befreit aufspielen kann. Die Mannschaft hofft, dass der eine oder andere Fan mit ins ferne Schwaben fährt, Abreise mit dem Bus ist um 15 Uhr an der Realschule. Verdient hätte es das Team nach einer bisher grandiosen Saison allemal.

HC Sulzbach: Tor: Babsi Viechtl, Doris Hänelt; Feld: Vroni Herrmann, Andrea Himmerer, Maria Schlosser, Franzi Scheidler, Karo Fuchs, Melli Kopp, Petra Fleißner, Julia Haske, Christina Schatz, Tanja Pelikan, Kristina Steiner, Marina Mühlberger

Nach dem Spiel

Zumindest ein Punkt aus dem Schwabenland

Verletzungspech hält an: Melli Kopp fällt für die restliche Rückrunde aus

Sulzbach (lis). Nichts für schwache Nerven war das Bayernligaspiel zwischen dem VfL Günzburg und dem HC Sulzbach am vergangenen Samstag. Beide Mannschaften trennten sich am Ende 26:26 (9:10) unentschieden. Die Günzburgerinnen gaben dadurch die rote Laterne an die SG Whofen/Kottern ab und kletterten so mit 4:26 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der HC Sulzbach dagegen rangiert weiterhin auf Platz fünf (18:12 Punkte), da der TSV Winkelhaid (15:15 Punkte) zeitgleich beim HCD Gröbenzell den Kürzeren zog. Die Gastgeberinnen starteten beherzt in die Partie und zeigten ein recht druckvolles Angriffsspiel. Der VfL war klar die spielbestimmende Mannschaft und hat sich im Kampf um den Klassenerhalt noch längst nicht aufgegeben. Die Folge war eine zwischenzeitliche 7:4 Führung für den VfL Günzburg. Der HC Sulzbach, der kurzfristig auch auf Kristina Steiner verzichten musste, hatte große Probleme, die starke VfL-Kreisspielerin unter Kontrolle zu bringen. Immer wieder war man zu spät dran und die Strafe der Schiedsrichter folgte sofort per Siebenmeterentscheidung. Zwölf Strafwürfe für den VfL und nur sechs wurden dem HC Sulzbach zugesprochen, der in diesem Spiel von den Schiedsrichtern nicht gerade bevorteilt wurde. Aber die Unparteiischen hatten keinen Anteil an der spielerischen Misere, die der HC Sulzbach ablieferte. In der Abwehr wurden die Vorgaben der Trainer nur unzureichend umgesetzt und im Angriff präsentierte man sich eines Tabellenfünften nicht würdig. Ohne Spielwitz und Laufbereitschaft wurden die Bälle meist im Stand angenommen und so quälte sich jede einzelne Spielerin, anstatt durch druckvolle Spielzüge oder Laufbereitschaft die VfL-Defensive zu knacken. Mit der Einwechslung von Franzi Scheidler kam dann aber endlich Leben ins HC-Positionsspiel und Sulzbach gelangen fünf Treffer in Folge (7:9). Günzburg konnte bis zur Halbzeit noch den 9:10 Anschlusstreffer erzielen, ehe beide Mannschaften in die Kabinen gingen. Nach dem Seitenwechsel verschlief der HC Sulzbach die ersten zehn Minuten und wurde von den Gastgeberinnen vorgeführt. Günzburg erhöhte auf 13:10 und war drauf und dran, die Negativserie mit einem Heimsieg zu beenden. Doch zum Glück erwachte Sulzbach allmählich aus dem Tiefschlaf. Zwar war das Angriffsspiel immer noch sehr stockend, doch Petra Fleißner und Melli Kopp spielten nun ihre spielerische Klasse im eins-gegen-eins aus und hielten ihre Mannschaft zumindest im Spiel (17:13). Der Vorsprung der Günzburgerinnen verringerte sich schließlich auf 18:17 und der HC Sulzbach wollte nun zumindest einen Punkt aus dem Schwabenland mit nach Hause nehmen. Wieder war es Franzi Scheidler, die sich auf der Linksaußenposition gut in Szene setzte und auch einen Tempogegenstoß erfolgreich abschloss. Damit gab sie ihrem Team erneuten Antrieb und Motivation, das Spiel vielleicht doch noch zu kippen. Sulzbach stabilisierte sich nun in der Abwehr und hatte das Günzburger Angriffsspiel nun im Griff. Nach dem 20:20 Ausgleich entwickelte sich ein wahrer Krimi, denn keine Mannschaft wollte nun den anderen gewinnen lassen. Die Führung wechselte nun auf beide Seiten (20:21; 21:22; 23:22; 23:23) und Günzburg lag am Ende nach einem Pfostentreffer von Franzi Scheidler mit 24:23 in Front. Dass es am Ende noch zum 26:26 Endstand reichte, stimmte die mitgereisten Fans versöhnlich und so konnte die Faschingsparty im Bus trotzdem steigen. Aber bereits am nächsten Tag gab es eine Hiobsbotschaft für die Herzogstädterinnen. Melli Kopp zog sich in der Partie einen Kehlkopfbruch zu und fällt nun für die restliche Saison aus. Die Mannschaft wünscht ihr auf diesem Weg gute Besserung und schnelle Genesung. Es bleibt zu hoffen, dass sich das HC-Lazarett langsam wieder lichtet und das Verletzungspech nicht weiter zuschlägt.

HC Sulzbach: Tor: Babsi Viechtl; Feld: Maria Schlosser (6/3), Franzi Scheidler (5), Petra Fleißner (5), Melli Kopp (4/2), Vroni Herrmann (2), Andrea Himmerer (1), Karo Fuchs (1), Tanja Pelikan (1), Julia Haske (1), Christina Schatz;