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Saison 2011/2012
Sonntag, 01. April 201216:30 Uhr

TSV HaunstettengegenHerren I

Heim

TSV Haunstetten

33 : 22

Endergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Nächste Chance in Haunstetten

Gastgeber praktisch gerettet - Sulzbach kämpft weiter

Die Bayernliga droht zum Langweiler zu werden, wenn ja wenn da nicht noch das Duell des HC Sulzbach und des HaSpo Bayreuth um den rettenden 12. Tabellenplatz wäre. Einen Punkt liegen die Herzogstädter noch vor den Oberfranken so zählt jeder Punktgewinn jetzt doppelt und kann schon die Entscheidung bringen. Die anderen Teams im unteren Tabellendrittel haben bereits vier (HSC Coburg II) oder auch schon sechs Punkte Vorsprung auf den HCS, wie der TB Roding, der TSV Rothenburg und auch der Gegner von diesem Wochenende, der TSV Haunstetten. Da brennt nichts mehr an, auch wenn den Schwaben noch rechnerisch ein Punkt fehlt. Den wollen sich die Haunstettener am Sonntag um 16.30 Uhr in der eigenen Halle in der Landsbergerstr. 3a in Augsburg-Haunstetten sichern.

Die Liga lebt also vom Abstiegskampf, denn an der Tabellenspitze hat der SV 08 Auerbach längst alles klar gemacht. Vier Spieltage vor dem Saisonende stehen die Blauen bereits als Meister und Aufsteiger fest und starten nun ihre Ehrenrunden. Glückwunsch jetzt auch offiziell vom Nachbarn aus Sulzbach, dessen eigenes Happyend in dieser Saison noch am seidenen Faden hängt.

Alles klar machen wollen die Gastgeber am Sonntag, vor allem da die Schwaben mit breiter Brust auflaufen werden. Ihr 30:29-Sieg beim letzten Verfolger des Tabellenführers, dem TSV Rödelsee überraschte sogar die Oberpfälzer, die flugs eine Meisterfeier organisieren mussten. Den Schwung aus diesem Auswärtssieg wollen die Schwaben nun nutzen und gegen den Außenseiter aus der Herzogstadt den Sack zumachen. Im Hinspiel profitierte die Truppe von Trainer Stefan Ebert etwas von der Sulzbacher Rumpftruppe von damals. Recht viel besser sieht es für die Gäste aber auch diesmal nicht aus. Immer noch fehlen den Sulzbachern drei Langzeitverletzte und da Spielmacher Jiri Smolik seit dem letzten Spiel an einer Handverletzung laboriert, müssen die übrig gebliebenen Akteure von Trainer Christian Rohrbach wieder einmal Schwerstarbeit leisten.

Etwas Hoffnung macht dabei die erste Halbzeit gegen den TUS Fürstenfeldbruck, wo man durchaus auf Augenhöhe agieren konnte. Erst als der Torjäger Smolik ausfiel, setzte sich die größere Klasse der Oberbayern durch. Positiv sollte sich auch das Mitwirken von Christoph Baumgärtel auswirken. Der Modellathlet bringt das nötige Sieger-Gen mit und ist in Abwehr und Angriff eine Bank. So fährt die Rohrbach-Truppe zwar mit viel Respekt, aber ohne Angst in die Augsburger Vorstadt, denn die fehlenden Punkte können sich die Haunstettener schließlich auch noch nächste Woche holen.

HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech (Tor); Ströhl, Smolik, Baumgärtel, Wertmiller, Krizek, Braun, Englhard, Forster, Meyer, Blödt, Schmidt, Ott

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

22:33-Debakel beim starken TSV Haunstetten

Ohne Mumm und Kampfgeist chancenlos bei den Schwaben

Abstiegskampf sieht anders aus. Das war die einhellige Meinung nach der vernichtenden 22:33-Pleite der Sulzbacher Handballer am Sonntagnachmittag in Haunstetten. Der überraschende Erfolg der Bayreuther am Tag zuvor beim TSV Ottobeuren und der damit verbundene Positionswechsel in der Tabelle, hat den Herzogstädtern scheinbar schon vor der Partie den Mut genommen. Statt sich aufzubäumen glich die Spielweise der Mannschaft schon nach wenigen Minuten einer kollektiven Selbstaufgabe, wie es ein ziemlich frustrierter Trainer Christian nach dem Spiel Rohrbach formulierte.

Gegen eine so verängstigte Mannschaft reichten den Gastgebern ganze zehn Minuten um aus einem 2:2 ein 9:2 zu machen. Damit war die Partie bereits entschieden, denn ohne den nötigen Kampfgeist und Zusammenhalt war das Team bereits jetzt damit beschäftigt das Debakel in Grenzen zu halten. Den schwächsten Auftritt der Sulzbacher in dieser Saison kann man sogar in Zahlen nachweisen. Ein einziger Siebenmeter (zwei Minuten vor Schluss) und eine einzige Zeitstrafe für eine Mannschaft die sich im Abstiegskampf zerreißen sollte, da ist wohl jedem klar, dass dem Team jegliche Motivation abging. Drei Spieler nahm der Coach von seiner Manöverkritik aus. Die beiden Torhüter Zdenek Vojtech und auch Max von Borstel verhinderten ein noch größeres Desaster und Linkshänder Basti Braun zeigte auf dem Feld als einziger Bayernligaformat. Das reichte jedoch nicht um den deprimierenden 8:18-Halbzeitstand zu verhindern.

Dass die zweite Hälfte nur noch mit einem Tor verloren wurde, lag leider nicht an einer deutlichen Steigerung der Gäste, sondern an den Schwaben, die sich längst auf ihre eigene Nichtabstiegsfeier freuten und der zweiten Garnitur nun genügend Einsatzzeit gaben. So konnten die Herzogstädter durch die Tore von Braun und Marco Forster etwas Ergebniskorrektur betreiben, wobei dies beim Endstand von 22:33 doch etwas mit der Vereinsbrille betrachtet wird. Ein Lichtblick war dann noch der Auftritt des jungen Sebastian Wedel, der unbekümmert seine ersten drei Bayernligatore erzielte.

Sucht man Gründe für die Pleite in der Augsburger Vorstadt, muss man schon tief in die Psyche der Mannschaft eindringen. Vielleicht liegt es daran, dass sich die meisten Spieler auf die beiden Tschechen Smolik und Krizek verlassen, die zurzeit ihr wahres Leistungsvermögen nicht annähernd abrufen können. Die damit verbundene Unzufriedenheit mit sich selbst, verleitet natürlich zu Schuldzuweisungen an die Mitspieler und da dieses Spielchen dann rundum geht, steht am Ende ein Team auf dem Platz, das in der Bayernliga nichts verloren hat. So gut sind die individuellen Möglichkeiten der Spieler dann doch nicht.

Für die Verantwortlichen des HC ergeben sich dadurch nur zwei Möglichkeiten. Entweder die Mannschaft bäumt sich in den verbleibenden drei Partien noch einmal auf, oder Plan B kommt zum Tragen und der heißt wohl oder übel Landesligaabstieg. Darüber muss man nun offen nachdenken, denn mit der Leistung vom Sonntag ist es wohl eher unwahrscheinlich, dass die Bayreuther noch einmal überholt werden können. Aber vielleicht lehrt man mich ja eines Besseren.

HC Sulzbach: Vojtech, von Borstel (Tor); Braun 7(1), Forster 4, Wedel 3, Smolik 2, Baumgärtel 2, Blödt 1, Ströhl 1, Meyer 1, Englhard 1, Krizek, Ott

Bericht: cwh