Vor dem Spiel
Richtung weisendes Duell in Herzogenaurach
Mit Leidenschaft den gordischen Knoten lösen
So langsam nimmt die Tabelle der Landesliga Nord Struktur an und so bleibt auch den größten Optimisten eines nicht verborgen: Der HC Sulzbach steht erst einmal im Abstiegskampf. Nach 1:9 Punkten aus dem, zugegebener Weise schwerem Auftaktprogramm, findet man sich zusammen mit dem Gegner von diesem Wochenende, dem TS Herzogenaurach, am Tabellenende wieder. Die Partie, die wohl Richtung weisend für beide Mannschaften ist, findet am Sonntag um 16.30 Uhr in der Gymnasium-Halle in Herzogenaurach statt.
Ähnlich katastrophal wie in Sulzbach sieht es auch in Herzogenaurach aus. Die Truppe von Trainer Ben Ljevar hat noch gar keinen Punkt auf der Habenseite und will dies nun endlich ändern. Zuletzt waren die Mittelfranken im Pech, denn gegen Heidingsfeld und Auerbach wurde jeweils nur mit einem Tor verloren. Überragender Spieler bei den „Herzos“ ist Linkshänder Ingo Kundmüller, der nur selten mit weniger als 10 Treffern die Halle verlässt. Nur über ihn führt der Schlüssel zum Erfolg. Will man die Turnerschaft knacken, muss man den Rückraumschützen einigermaßen in den Griff bekommen. Hier wird sich der Sulzbacher Coach Ingo Gömmel sicher eine geeignete Variante einfallen lassen.
Größere Probleme als mit dem Gegner haben die Herzogstädter im Moment mit sich selbst. Der unglückliche Saisonstart, die Verletztenmisere, das Fehlen einiger Stammspieler durch berufliche Gründe oder Sperre, aber auch der langsam immer deutlichere Zweifel an der eigenen Spielstärke haben einen Teufelskreis geschaffen, aus dem es nun endlich auszubrechen gilt. Wie der gordische Knoten zu durchtrennen ist, wissen auch die Verantwortlichen des HC nicht so genau, doch in einem Punkt sind sich die Experten sicher. Die Mannschaft kann viel besser spielen als sie es zuletzt gezeigt hat. Ein Erfolgserlebnis muss her und da ist es völlig egal wie der Gegner heißt.
Wer auch immer am Sonntag auflaufen kann, sollte sich einfach auf ein tolles Handballspiel freuen, den Gegner niederkämpfen und danach den Sieg und eine bessere sportliche Zukunft feiern. So einfach kann Handball sein. Ob die beiden verletzten Spieler Andörfer und Englhard dabei sein können, ist noch unklar, aber die Aufstellung ist sowieso nur zweitrangig. Die Mannschaft muss brennen vor Ehrgeiz, Motivation und Siegeswillen. Alles andere würden die Fans nicht mehr lange verzeihen.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Baumgärtel, Waitz, Braun, Munker, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Stauber, Ströhl
Bericht: cwh
