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Saison 2008/2009
Sonntag, 26. Oktober 200816:30 Uhr

TS HerzogenaurachgegenHerren I

Heim

TS Herzogenaurach

:

Noch kein Ergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Richtung weisendes Duell in Herzogenaurach

Mit Leidenschaft den gordischen Knoten lösen

So langsam nimmt die Tabelle der Landesliga Nord Struktur an und so bleibt auch den größten Optimisten eines nicht verborgen: Der HC Sulzbach steht erst einmal im Abstiegskampf. Nach 1:9 Punkten aus dem, zugegebener Weise schwerem Auftaktprogramm, findet man sich zusammen mit dem Gegner von diesem Wochenende, dem TS Herzogenaurach, am Tabellenende wieder. Die Partie, die wohl Richtung weisend für beide Mannschaften ist, findet am Sonntag um 16.30 Uhr in der Gymnasium-Halle in Herzogenaurach statt.

Ähnlich katastrophal wie in Sulzbach sieht es auch in Herzogenaurach aus. Die Truppe von Trainer Ben Ljevar hat noch gar keinen Punkt auf der Habenseite und will dies nun endlich ändern. Zuletzt waren die Mittelfranken im Pech, denn gegen Heidingsfeld und Auerbach wurde jeweils nur mit einem Tor verloren. Überragender Spieler bei den „Herzos“ ist Linkshänder Ingo Kundmüller, der nur selten mit weniger als 10 Treffern die Halle verlässt. Nur über ihn führt der Schlüssel zum Erfolg. Will man die Turnerschaft knacken, muss man den Rückraumschützen einigermaßen in den Griff bekommen. Hier wird sich der Sulzbacher Coach Ingo Gömmel sicher eine geeignete Variante einfallen lassen.

Größere Probleme als mit dem Gegner haben die Herzogstädter im Moment mit sich selbst. Der unglückliche Saisonstart, die Verletztenmisere, das Fehlen einiger Stammspieler durch berufliche Gründe oder Sperre, aber auch der langsam immer deutlichere Zweifel an der eigenen Spielstärke haben einen Teufelskreis geschaffen, aus dem es nun endlich auszubrechen gilt. Wie der gordische Knoten zu durchtrennen ist, wissen auch die Verantwortlichen des HC nicht so genau, doch in einem Punkt sind sich die Experten sicher. Die Mannschaft kann viel besser spielen als sie es zuletzt gezeigt hat. Ein Erfolgserlebnis muss her und da ist es völlig egal wie der Gegner heißt.

Wer auch immer am Sonntag auflaufen kann, sollte sich einfach auf ein tolles Handballspiel freuen, den Gegner niederkämpfen und danach den Sieg und eine bessere sportliche Zukunft feiern. So einfach kann Handball sein. Ob die beiden verletzten Spieler Andörfer und Englhard dabei sein können, ist noch unklar, aber die Aufstellung ist sowieso nur zweitrangig. Die Mannschaft muss brennen vor Ehrgeiz, Motivation und Siegeswillen. Alles andere würden die Fans nicht mehr lange verzeihen.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Baumgärtel, Waitz, Braun, Munker, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Stauber, Ströhl

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

30:27-Zittersieg in Herzogenaurach

Zdenek Vojtech und Marco Forster überragend

Die Sulzbacher Handballer haben endlich den ersten Sieg in der neuen Landesliga Nord eingefahren. Mit 30:27 gewann die stark ersatzgeschwächte Gömmel-Truppe gegen den Tabellennachbarn aus Herzogenaurach, ohne zu überzeugen, aber zumindest mit viel Kampfgeist. Die Absagen an Trainer Ingo Gömmel kamen unter der Woche fast im Stundentakt. Neben den verletzten Peter Andörfer und Peter Englhard mussten auch Thomas Hartmann und Thorsten Güthe wegen wichtigen Familienfeiern passen. Als dann am Samstagnachmittag auch noch Torjäger Michael Waitz wegen einer Knieverletzung passen musste, wurde die Fahrt am Sonntag ins Frankenland doch mit einem mulmigen Gefühl angetreten.

Doch soviel Angst hätte man vor den Gastgebern eigentlich gar nicht haben brauchen. Wie erwartet ging vor allem von Alleinunterhalter Ingo Kundmüller Gefahr aus, was man natürlich wusste. Warum der Linkshänder dann dennoch die Heimmannschaft mit 9:6 in Führung schoss, bleibt wohl ein Geheimnis der übermotivierten und nervösen Abwehr der Herzogstädter. Doch nicht nur hinten flatterten die Nerven, auch im Angriff fanden die Sulzbacher immer die schlechteste Variante zum Anspiel, oder sie schenkten den Ball gleich höflich den Hausherren. Einzig Torhüter Zdenek Vojtech und Joungster Marco Forster erreichten Normalform und verhinderten in dieser Phase einen noch höheren Rückstand. Erst als mit Routinier Christian Rohrbach eine „Vaterfigur“ ins Spiel eingriff, verloren die verunsicherten Sulzbacher Akteure so langsam ihre Angst vor einem Gegner, der eigentlich nicht so furchterregend agierte. Nun gelangen endlich einige Spielzüge und schon wurde aus dem Rückstand ein 2-Tore-Vorsprung zur Pause (13:11).

Zwar haderten die Fans in der Halbzeit immer noch mit ihrer ängstlichen Mannschaft, doch man glaubte, dass sich nun die größere individuelle Klasse der Gäste schnell durch setzten würde. Doch so richtig rund lief es auch nach der Pause nicht. Die Gastgeber kämpften weiter aufopferungsvoll und auch wenn ihr Haupttorschütze nun besser abgeschirmt wurde, fanden sich immer wieder Lücken in der Sulzbacher Abwehr, die nun von den Mitspielern des Superstars genutzt wurden. Dass die Sulzbacher trotzdem die Führung nicht mehr verloren, lag vor allem am Hexer aus Pilsen, der immer wieder die schwierigsten Würfe halten konnte (16:14, 20:18). Mitte der zweiten Halbzeit schienen sich die Gäste dann endlich etwas absetzen zu können. Mit der Dynamik der beiden jüngsten Spieler, Marco Forster und Stefan Ströhl, kamen die Herzogenauracher nun nicht mehr zu recht (19:24). Doch als mit Christoph Baumgärtel (3 mal 2-Minuten) und Christian Rohrbach (7-m-Wurf in Richtung Kopf wurde als Tätlichkeit ausgelegt), zwei Abwehrstrategen das Spiel verlassen mussten, wurde es doch noch einmal spannend. Gegen die nun sehr offensive Deckung der Gastgeber fand nur noch Marco Forster, der immer wieder gesucht wurde ein Mittel. Zum Glück zeigte sich in dieser schwierigen Phase auch Sebastian Braun als sicherer 7-m-Schütze und so gelang den Franken der Anschlusstreffer nicht mehr (24:22, 29:27).

Erst der 30:27-Siegtreffer entschied die hektische Partie zugunsten der Gäste, die dadurch den gordischen Knoten zwar gelockert, aber noch lange nicht durchschlagen haben. Nun hofft man nach der Pause am nächsten Wochenende auf die Rückkehr der fehlenden Spieler um dann auf den glücklich erkämpften Sieg in Herzogenaurach aufzubauen.

HC Sulzbach: Prasse, Vojtech (Tor); Braun 10(4), Ströhl 5, Forster 4, Moritz 3, Munker 2, Nachtman 2(1), Artz 2, Stauber 1, Baumgärtel 1, Rohrbach

Bericht: cwh