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Saison 2015/2016
Samstag, 16. April 201618:30 Uhr

Herren IgegenHSC 2000 Coburg

Heim

Herren I

29 : 37

Endergebnis

Gast

HSC 2000 Coburg

Spielort

Kroetensee

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Meister aus Coburg gibt sich die Ehre

Wiedererstarkte Herzogstädter wollen dem Favoriten Paroli bieten

Ein mehr als interessantes Spiel erwartet die Fans am Samstag um 18.30 Uhr in der Krötenseehalle. Kein geringerer als der frisch gekürte Bayernligameister gibt sich die Ehre in der Herzogstadt. Die zweite Mannschaft des HSC 2000 Coburg hat am vergangenen Wochenende mit einem 35:30-Erfolg in Fürstenfeldbruck alles klar gemacht und steht als Aufsteiger in die 3. Liga fest. Damit haben die Jungs von Trainer Ralf Baucke das ambitionierte Ziel erreicht, denn die Reserve des potentiellen Erstligaaufsteigers aus Coburg soll nun als Drittligist zur Plattform für Talente aus der Region werden.

Während es in Oberfranken also viel zu feiern gibt, war die Stimmung in der Herzogstadt Sulzbach vor ein paar Wochen noch mehr als getrübt. Nach dem dringend notwendigen personellen Schnitt wusste man natürlich nicht, ob der restliche Kader die verbliebenen Saisonspiele ohne größere physische Schäden absolvieren würde, doch die Jungs von Coach Pavel Krizek spielten plötzlich befreit auf und machen Hoffnung auf die Zukunft. Spätestens nach dem überzeugenden 30:24-Erfolg letzte Woche gegen den TSV Friedberg weiß das Team, dass es noch bayernligatauglich ist. Gegen den selbstredend haushohen Favoriten aus Coburg will man die Serie der starken Spiele nun fortsetzen und den Vestestädtern eine engagierten Kampf bieten.

Natürlich ist die individuelle Klasse des Meisters zu groß, um ernsthaft an einen Punktgewinn zu glauben. Mit Torjäger Hajck Karapetjan und den erfahrenen Cracks Ronny Göhl und Johan Andersson hat der HSC Coburg einige Akteure im Kader, die schon viel Zweitligaerfahrung mitbringen. Da liegen Welten zwischen diesen Halbprofis und der Truppe aus Sulzbach, die allesamt Handball als reines Hobby betreiben. Die Herzogstädter, die sich sicher wieder mit den Jungs aus der erfolgreichen zweiten Mannschaft verstärken werden, wissen dass es in dieser Partie nur etwas zu gewinnen gibt und wollen exakt mit dieser Einstellung ins Spiel gehen. Vielleicht ist der neue Meister ja noch etwas angeschlagen von den Feierlichkeiten, die so ein Erfolg mit sich bringt und lässt den Außenseiter etwas mitspielen.

Die Fans können angesichts der Klasse der Akteure ein tolles Spiel erwarten, ganz nach dem Motto: ?Hauptsache ihr habt Spaß?

HC Sulzbach: Lotter, Zippe Krizek, Smolik, Marco Forster, Brockstedt, Florian Funke, Benjamin Funke, Kristian Forster, Meta, Ströhl, Burkhardt, Wedel, Plößl

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Meister aus Coburg dominiert beim 37:29-Erfolg

Krizek-Truppe verkauft sich gut

Ein Handballspektakel hatte man versprochen und die beiden Teams haben geliefert. Dass am Ende der Tabellenführer und schon feststehende Meister HSC Coburg II die Nase beim 37:29-Auswärtssieg klar vorne hatte, war völlig verdient und spiegelt exakt den Klassenunterschied der beiden Teams wieder.

Warum die Herzogstädter keine Chance in diesem Vergleich hatten, kann man am besten mit einer Statistik erklären. 20 technischen Fehlern auf der Seite der Gastgeber stehen 2 technische Fehler auf der Seite des Gastes gegenüber. Der bestrafte jeden Lapsus der Sulzbacher gnadenlos und hatte so im Prinzip leichtes Spiel, auch wenn sich die Oberpfälzer lange mit viel Kampfgeist wehrten. So war die 1. Halbzeit lange durchaus ausgeglichen, da Max Lotter im Sulzbacher Tor wie gewohnt überdurchschnittlich gut hielt und weil Sebastian Wedel im Angriff schön in Szene gesetzt wurde. Auch die Flügelzange Ströhl und Forster konnte sich immer wieder durchsetzen, da die Gäste in der Anfangsphase noch nicht mit voller Konzentration ans Werk gingen. 9:9 stand es zwischenzeitlich und erst in den letzten Spielminuten der 1. Hälfte setzte sich der hohe Favorit etwas ab. Der 13:16-Pausenstand machte sich gut und die Fans zeigten sich beim Smalltalk sehr zufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft.

Doch dann legte der Meister eine Schippe drauf. Besonders Spielmacher Hajck Karapetian zeigte nun seine außergewöhnliche Klasse und wurde wieder einmal der Alptraum der Sulzbacher Defensive. Kontinuierlich bauten die Coburger nun ihren Vorsprung aus, weil die Gastgeber nun leider ihre Fehlerquote ebenfalls erhöhten. Zwischenzeitlich waren es dann 10 Tore Vorsprung und der gute Eindruck der ersten dreißig Minuten war etwas verwischt, doch die letzten Treffer gehörten der Heimmannschaft die noch etwas Ergebniskosmetik betreiben durfte.

Der torreiche 37:29-Erfolg der Coburger zeigt, dass sich die Teams angesichts der Bedeutungslosigkeit der Partie auf ihre Angriffsleistung konzentrierten, was beim Publikum gut ankam, die ein gutes Bayernligaspiel sahen, mit einem überzeugenden Favoriten als Sieger und einer Sulzbacher Mannschaft, die bei Weitem nicht enttäuschte.

HC Sulzbach: Lotter, Zippe (Tor); Wedel 6, Ströhl 5, Marco Forster 5, Smolik 4, Florian Funke 3, Meta 2, Krizek 2(1), Kristian Forster 1, Benjamin Funke 1, Brockstedt

Bericht: cwh