Vor dem Spiel
Verfolgerduell sieht Ingolstadt als Favoriten
HCS auswärts noch nicht im Rythmus
Ein Verfolgerduell nennt man das wohl, wenn zwei punktgleiche (12:8) Mannschaften aus dem vorderen Mittelfeld aufeinandertreffen. Die Teams des MTV Ingolstadt und des HC Sulzbach kreuzen am Sonntag um 16:00 Uhr die Klingen in der Sportanlege Mitte (Von-der-Tann-Straße) in der Audi-Stadt. Dass die Vereine aus Oberbayern und der Oberpfalz nach zehn Spieltagen aber so nahe beisammen platziert sind, ist eher eine Überraschung, denn die Ambitionen der Clubs vor der Saison waren doch eher unterschiedlicher Natur.
Das Projekt Handball in Ingolstadt sollte nach dem Aufstieg in die Landesliga im Jahr 2016 zügig vorangetrieben werden. Spätestens in vier bis fünf Jahren sieht man sich in der dritten Liga und will die dritte sportliche Kraft neben Fußball und Eishockey in der oberbayerischen Metropole sein. Im letzten Jahr schafften die Jungs vom Trainer Erik Brasko einen 6. Platz in der Landesliga Nord, was aller Ehren wert für einen Aufsteiger ist, doch für die ehrgeizigen Ingolstädter fast schon enttäuschend war. So rüsteten der MTV weiter auf und machte seine Multi-Kulti-Truppe noch internationaler. Erstligaspieler aus Rumänien, der Slowakei und Bosnien wurden akquiriert um den Weg weiter nach oben zu ebnen. Doch so leicht sieht das in dieser Saison auch wieder nicht aus. Einigen starken Auftritten, auch gegen Topteams der Liga stehen dann doch auch recht unverständliche Niederlagen vor allem in fremden Hallen gegenüber. Auch letzte Woche gab es eine Pleite beim ASV Cham, wo mit 24:31 verloren wurde.
Den HC Sulzbach tangiert das aber nur am Rande. Mit sechs Saisonsiegen liegen die Jungs von Trainer Christian Rohrbach im Soll und verkraften so auch die vielen Ausfälle der letzten Wochen. Nach Jiri Smolik hat sich nun Marco Forster für den Rest der Vorrunde abgemeldet und auch die handballerische Zukunft von Fabian Rohrbach steht nach seiner schweren Knieverletzung vorerst in den Sternen. Durch den Ausfall der erfahrenen Führungsspieler Smolik und Forster fehlt die Hierarchie im Team und so lebt die Mannschaft etwas zu sehr von den individuellen Fähigkeiten der Spieler. Dies reicht in den Heimspielen meist noch aus, doch in fremden Hallen kann man in der Landesliga nur mit einem mannschaftlich umgesetzten Matchplan punkten. Das ist die Aufgabe für Coach und Spieler, die umgesetzt werden muss.
HC Sulzbach: Lotter, Marx (Tor); Mignon, Luber, Ströhl, Jonas Rohrbach, Waitz, Burkhardt, Brockstedt, Sebastian Wedel, Kristian Forster, Termer, Wiesent
Bericht: cwh
