Vor dem Spiel
Showdown in der Realschulhalle
Schlager Sulzbach gegen Freising überstrahlt alles
Es ist angerichtet! Am Samstag um 16.30 Uhr steigt in der Realschulhalle das absolute Spitzenspiel der Landesliga Mitte zwischen dem HC Sulzbach und dem SC Freising. Die Partie der beiden punktgleichen Spitzenreiter ist ein vorweggenommenes Endspiel um den Titel, denn der Sieger dürfte mit breiter Brust, und kaum noch schlagbar, in die letzten Runden der Saison gehen. Einzig der TB Roding, der drei Punkte hinter dem Spitzenduo rangiert, darf sich aus der Verfolgerschar noch Hoffnungen auf einen Ausrutscher der Topteams machen, alle anderen Mannschaften haben sich bereits vorzeitig aus dem Meisterschaftsrennen verabschiedet.
Spektakulär haben sich die beiden Protagonisten letzte Woche für diesen Thriller in Form gebracht. Während der SC Freising den starken TSV Milbertshofen mit 37:26 förmlich an die Wand spielte, schafften es die Herzogstädter in Roßtal aus einem 8-Tore-Rückstand zur Halbzeit noch einen 36:34-Sieg zu erkämpfen. Beide Mannschaften scheinen also gut gerüstet für den Schlager am Samstag und so wird wohl die Tagesform entscheiden, wer der echte Klassenprimus ist.
Dabei hatte man vor der Runde die zwei Teams gar nicht so weit vorne erwartet. In der letzten Saison agierten Freising, wie auch die Sulzbacher brav im Mittelfeld der Liga und so war für beide Vereine der Klassenerhalt in der zweigleisigen Landesliga das erklärte Saisonziel. Doch die junge Truppe um Spielertrainer Rastislav Jedinak startete frech in die Liga und setzte sich schnell an die Spitze. Besonders die jungen Nachwuchskräfte der Oberbayern haben voll eingeschlagen und so wurde aus dem Geheimtip schnell der Aufstiegskandidat Nr. 1. Doch ein paar Durchhänger erlaubten sich auch die Domstädter und so konnte sich die Gömmel-Truppe heimlich und leise heranschleichen und hat nun in heimischer Halle die Chance die Tabellenführung zu erobern.
Bangen muss der Coach noch um Christoph Baumgärtel, der sich in Roßtal am Arm verletzte, ansonsten kann Trainer Gömmel auf seine Stammmannschaft zurückgreifen. In den letzten Partien waren es immer zwei bis drei Spieler, die dem Spiel den Stempel aufdrückten, doch diesmal sollten alle Akteure ihre Leistungsgrenze erreichen. Wenn möglich gleich von Anfang an. Zwar wird in Sulzbach schon lange keiner mehr nervös wenn das Team mal 8 Tore zurück liegt, doch ob so eine Aufholjagd auch gegen ein Kaliber wie den SC Freising gelingt ist mehr als fraglich.
Kampf, Konzentration und Selbstbewusstsein ab der ersten Minute, dann klappt es auch mit dem SC Freising. In der Erfolgstory des HC Sulzbach muss noch ein Kapitel geschrieben werden.
HC Sulzbach:
Vojtech, Güthe im Tor; Munker, Baumgärtel, Braun, Englhard, Stauber, Hartmann, Waitz, Forster, Nachtman, Brandt, Andörfer, Ott, Ströhl
Bericht: cwh
