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Saison 2009/2010
Samstag, 27. März 201016:00 Uhr

TS 1887 SelbgegenHerren I

Heim

TS 1887 Selb

:

Noch kein Ergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Schicksalsspiel in Selb

Ein Sieg muss her - Punkt aus

Die Reihe der Schicksalsspiele für die Sulzbacher Handballer geht munter weiter. Auch am kommenden Samstag um 16.00 Uhr haben die Herzogstädter wieder die Möglichkeit sich im Abstiegskampf etwas Luft zu verschaffen. Nachdem letzte Woche der Befreiungsschlag gegen die HG Kunstadt in die Hose ging, sollte bei den Oberfranken möglichst gewonnen werden, denn der Restspielplan der Sulzbacher verheißt nichts Gutes. Zur Partie gegen den Tabellenelften in der Roland-Dorschner-Halle in der Sedan-Str. 2 setzt der HCS einen Fanbus ein, der am Samstag um 13.00 Uhr am Sportpark-Hotelrestaurant abfährt.

Lautstarke Unterstützung kann das Team von Trainer Christian Rohrbach nötig gebrauchen, denn auch in der Porzellanstadt hängen die Trauben sehr hoch. Schon im Hinspiel in der Realschule präsentierten sich die Selber als unbequemer Gegner und entführten gegen einen allerdings ersatzgeschwächten HC mit 35:30 Toren beide Punkte. Ähnlich wie die Herzogstädter rangierte die Turnerschaft in den letzten Wochen immer knapp vor den Abstiegsrängen, doch in den letzten Spielen gelang den Schützlingen von Trainer Horst Roch kaum noch etwas Zählbares und so stehen die Oberfranken plötzlich auf einen Platz der nicht mehr für den Klassenerhalt reichen würde. Drei Punkte fehlen den Gastgebern zurzeit auf den begehrten 9. Tabellenrang der den Klassenerhalt garantiert und von den Herzogstädtern gehalten wird. Motivationsprobleme dürften somit beide Teams nicht haben.

In Sulzbach muss man das letzte Wochenende schnell vergessen und sich lieber an die guten Leistungen in den Wochen davor erinnern. Mit Respekt, aber ohne Angst schickt Trainer Rohrbach seine Jungs nach Selb, die eine sehr reelle Chance in dieser Schlüsselpartie haben. Das Hinspiel darf kein Maßstab sein, immerhin fehlten damals mit Jiri Smolik und Michael Waitz zwei entscheidende Protagonisten im Kader der Herzogstädter. Trotzdem ist voller Einsatz von allen Akteuren gefragt, um die körperlich robusten Selber, die besonders in der Abwehr richtig hinlangen können, zu bezwingen. Die Hünen aus der Porzellanstadt müssen permanent unter Druck gesetzt werden. Hier hofft der Coach, dass aus einer sicheren Abwehr heraus das schnelle Gegenstoßspiel seiner Mannschaft zum Tragen kommt, denn im Positionsspiel sind die Gastgeber nur schwer in Verlegenheit zu bringen.

Mit den Sulzbacher Fans im Rücken sollte ein Erfolg möglich sein und dann kann man in der Herzogstadt das Osterfest bedeutend gelassener feiern.

HC Sulzbach: Steiner, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Burckhard, Waitz, Ströhl, Smolik, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Baumgärtel, Wertmiller

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

In Selb die Nerven verloren

23:29-Niederlage in der Porzellanstadt

Höchst fahrlässig gehen die Sulzbacher Handballer mit ihren wichtigen Spielen um. Auch beim Verfolger aus Selb brachten die Herzogstädter ihr Nervenkostüm nicht unter Kontrolle und verloren nach bescheidener Leistung mit 23:29 Toren. Damit spitzt sich der Abstiegskampf in der Landesliga Nord immer weiter zu, denn die Porzellanstädter liegen jetzt nur noch einen Zähler hinter dem HCS und haben das wesentlich einfachere Restprogramm. Auch die HG Kunstadt hat noch gute Chancen, denn die Franken liegen auch nur einen weiteren Punkt zurück und wollen dies in den letzten vier Partien noch drehen.

Dabei startete der HC in Selb furios. Gegen die von Trainer Christian Rohrbach aufgebotene 3-2-1-Deckung brauchte der Gastgeber ganze sechs Minuten, ehe das erste Tor gelang. Da stand es schon 4:0 für Sulzbach, die bis dahin super spielten und eigentlich beruhigt in den Rest der Partie hätten gehen können. Warum dann plötzlich das große Flattern begann, wissen wohl nicht einmal die Spieler selbst. Zwar spielte man sich weiterhin gute Chancen heraus, doch vor dem Tor war es mit der Herrlichkeit vorbei. Reihenweise wurden die Bälle verballert, oder die Gäste scheiterten am guten Selber Torhüter Vladimir Michanek. Dass es bis zur Pause nur 12:11 für die Selber stand lag vor allem daran, dass der Gastgeber selbst nicht fehlerfrei agierte und weiterhin Probleme mit der offensiven Gästeabwehr hatte. Doch statt, bei normaler Chancenauswertung, mit einer komfortablen Führung in die Halbzeit zu gehen, setzten sich die Rohrbach-Schützlinge selbst unter Druck.

Der wurde auch nach der Pause nicht geringer, denn die ersten Minuten wurden wieder einmal völlig verschlafen. Vor allem der Gäste-Linksaußen Patrik Mäsiar hatte nun endlich den Schlüssel gefunden, wie die Sulzbacher Abwehr geknackt werden kann. Die Turnerschaft baute binnen weniger Minuten den Vorsprung auf fünf Tore aus (17:12) und da war das Spiel praktisch schon entschieden. Einzig ein Spieler hielt die Spannung noch etwas hoch. Rechtsaußen Marco Forster zeigte seinen Kollegen, dass die Gästeabwehr inklusive Torhüter eigentlich gar kein Bollwerk war, wenn man nur sein Herz in die Hand nahm. Achtmal netzte der flinke Flügelspieler in der zweiten Halbzeit ein, doch da sich seine Mitspieler davon nicht anstecken ließen, brachte das die routinierten Gastgeber nicht mehr wirklich in Bedrängnis.

Am Ende war der 29:23-Erfolg der Porzellanstädter zwar um einige Tore zu hoch ausgefallen, doch das interessiert im Abstiegskampf niemand mehr. Nun gilt es nach der Osterpause noch einmal neu durchzustarten. Gegen die hier wartenden starken Gegner ist der Kopf vielleicht etwas freier, denn scheinbar verträgt es die Mannschaft nicht, als Favorit in eine Partie zu gehen.

HC Sulzbach: Steiner, Vojtech (Tor); Forster 8, Waitz 4, Hartmann 3, Smolik 3(1), Andörfer 2, Ströhl 2, Nachtman 1(1), Moritz, Artz, Burkhardt, Englhard, Wertmiller

Bericht: cwh