Vor dem Spiel
Schicksalsspiel in Selb
Ein Sieg muss her - Punkt aus
Die Reihe der Schicksalsspiele für die Sulzbacher Handballer geht munter weiter. Auch am kommenden Samstag um 16.00 Uhr haben die Herzogstädter wieder die Möglichkeit sich im Abstiegskampf etwas Luft zu verschaffen. Nachdem letzte Woche der Befreiungsschlag gegen die HG Kunstadt in die Hose ging, sollte bei den Oberfranken möglichst gewonnen werden, denn der Restspielplan der Sulzbacher verheißt nichts Gutes. Zur Partie gegen den Tabellenelften in der Roland-Dorschner-Halle in der Sedan-Str. 2 setzt der HCS einen Fanbus ein, der am Samstag um 13.00 Uhr am Sportpark-Hotelrestaurant abfährt.
Lautstarke Unterstützung kann das Team von Trainer Christian Rohrbach nötig gebrauchen, denn auch in der Porzellanstadt hängen die Trauben sehr hoch. Schon im Hinspiel in der Realschule präsentierten sich die Selber als unbequemer Gegner und entführten gegen einen allerdings ersatzgeschwächten HC mit 35:30 Toren beide Punkte. Ähnlich wie die Herzogstädter rangierte die Turnerschaft in den letzten Wochen immer knapp vor den Abstiegsrängen, doch in den letzten Spielen gelang den Schützlingen von Trainer Horst Roch kaum noch etwas Zählbares und so stehen die Oberfranken plötzlich auf einen Platz der nicht mehr für den Klassenerhalt reichen würde. Drei Punkte fehlen den Gastgebern zurzeit auf den begehrten 9. Tabellenrang der den Klassenerhalt garantiert und von den Herzogstädtern gehalten wird. Motivationsprobleme dürften somit beide Teams nicht haben.
In Sulzbach muss man das letzte Wochenende schnell vergessen und sich lieber an die guten Leistungen in den Wochen davor erinnern. Mit Respekt, aber ohne Angst schickt Trainer Rohrbach seine Jungs nach Selb, die eine sehr reelle Chance in dieser Schlüsselpartie haben. Das Hinspiel darf kein Maßstab sein, immerhin fehlten damals mit Jiri Smolik und Michael Waitz zwei entscheidende Protagonisten im Kader der Herzogstädter. Trotzdem ist voller Einsatz von allen Akteuren gefragt, um die körperlich robusten Selber, die besonders in der Abwehr richtig hinlangen können, zu bezwingen. Die Hünen aus der Porzellanstadt müssen permanent unter Druck gesetzt werden. Hier hofft der Coach, dass aus einer sicheren Abwehr heraus das schnelle Gegenstoßspiel seiner Mannschaft zum Tragen kommt, denn im Positionsspiel sind die Gastgeber nur schwer in Verlegenheit zu bringen.
Mit den Sulzbacher Fans im Rücken sollte ein Erfolg möglich sein und dann kann man in der Herzogstadt das Osterfest bedeutend gelassener feiern.
HC Sulzbach: Steiner, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Burckhard, Waitz, Ströhl, Smolik, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Baumgärtel, Wertmiller
Bericht: cwh
