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Saison 2004/2005
Sonntag, 10. Oktober 200414:00 Uhr

HG IngolstadtgegenMJA

Heim

HG Ingolstadt

:

Noch kein Ergebnis

Gast

MJA

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Handball A-Jugend Bayernliga

HG Ingolstadt - SG Auerbach-Sulzbach

HG Ingolstadt - SG Auerbach-Sulzbach

Auch am zweiten Spieltag muss die SG Auerbach-Sulzbach auswärts antreten. Am Sonntag um 14.00 gastiert man bei der HG Ingolstadt, einer Mannschaft mit der man bereits in der Qualifikation zur Bayernliga zu tun hatte. Damals ließ man HG keine Chance, die Oberpfälzer setzten sich deutlich mit 23 : 10 Toren durch. In diesem ersten Spiel gegen eine A-Jugend mit Bayernligaerfahrung machte die junge Ingolstädter Mannschaft – alle Spieler kommen aus der letztjährigen B-Jugend - dieselbe Erfahrung wie die Oberpfälzer ein Jahr vorher: in der neuen Altersgruppe wird einfach schneller, mit mehr Körpereinsatz und Härte agiert. Ließ man sich davon in der ersten Runde noch beeindrucken, so hat die Mannschaft offensichtlich schnell gelernt. Immerhin setzte man sich in der weiteren Qualifikation durch, im entscheidenden Turnier 3 gelang sogar Platz 1 vor Schwanberg und München.

Star der Mannschaft ist ohne Zweifel der Torhüter Joachim Murgg. Er steht im DHB-Kader des Jahrgangs 1988 und gilt als eines der großen Talente im bayerischen Handball. Gut besetzt ist man auch im Rückraum, wo sämtliche Spieler Gardemaß aufweisen und über eine ordentliche Wurfkraft verfügen. Für die SG sind damit die beiden wesentliche Ansatzpunkte für Sonntag klar: hohe Konzentration und Variabilität beim Abschluss und konsequentes Stören des Gegners im Spielaufbau.

Nach der wenig meisterlichen Leistung beim Auftaktspiel in Bayreuth galt das Hauptaugenmerk der Trainer Schnödt und Renner der Verbesserung des Mannschaftsspiels und des taktischen Verhaltens. Natürlich kann man nicht verlangen, dass die Mannschaft zu Saisonbeginn bereits ihr Leistungshoch hat, aber ein Schritt nach vorn soll bereits in Ingolstadt gelingen. Immerhin stehen dann drei schwere Heimbegegnungen hintereinander, gegen Fürstenfeldbruck, Weilheim und Erlangen, an, in denen schon wichtige Weichenstellungen für die Saison erfolgen können.

Zunächst gilt es aber in Ingolstadt zu gewinnen. Selbst wenn die Gastgeber beim Auftakt in Anzing mit 17 : 27 unterlagen, darf man sie keinesfalls unterschätzen. Die überraschende Niederlage von Favorit Erlangen in Niederraunau sollte Warnung genug sein. Erschwert wird die Aufgabe für die Gäste noch durch das erste „englische“ Wochenende der Mannschaft. Nahezu alle Spieler sind bereits am Samstag in den Herrenteams aufgeboten und werden dort wohl aufgrund der knappen Personaldecke zu längeren Einsatzzeiten kommen.

Aufstellung: von Borstel, Weih, Kellner, Englhard, Deinzer, Schnödt, Waitz, Herold, Schmidt, Tannenberger, Weiss

Nach dem Spiel

Starke Abwehrleistung führt zum Sieg

Rumpfteam startet mit 4:0 Punkten

HG Ingolstadt - SG Auerbach-Sulzbach 17 : 26 (5 : 9)

Die A-Jugend der SG Auerbach-Sulzbach bleibt in der Bayernliga auf Erfolgskurs. Beim 26 : 17 Erfolg in Ingolstadt sicherte man sich im zweiten Auswärtsspiel in Folge beide Punkte und übernahm damit mit dem punktgleichen TSV Niederraunau die Tabellenführung.

Mit etwas gemischten Gefühlen trat die Mannschaft am Sonntag in Ingolstadt an. Nicht nur das Fehlen von Maxi Hofmann war zu kompensieren. Nach einem Unfall musste man zusätzlich auf Torjäger Michael Waitz verzichten und im Abschlusstraining verletzte sich zu allem Überfluss auch noch Johannes Deinzer so schwer, dass er für sechs Wochen ausfallen wird. Mit Peter Englhard stand somit nur noch ein gelernter Halbangreifer zur Verfügung, was einige Umstellungen innerhalb der Mannschaft und den Einsatz der Langzeitverletzten Schnabl und Wiesend früher als geplant erforderlich machte.

So war es nicht verwunderlich, dass die Mannschaft in den Anfangsminuten noch mit Abstimmungsprobleme kämpfte, was die Gastgeber zu einer 3 : 2 Führung nutzten. Die zunächst sehr offensiv agierende Abwehr der Gäste zeigte sich als zu anfällig und die Trainer Renner und Schnödt reagierten mit einer etwas defensiveren Ausrichtung. Dies machte sich schnell bezahlt. Organisiert von Abwehrchef Frank Herold arbeitete man jetzt besser im Verband und half sich gegenseitig. Gleichzeitig schränkte man mit einer aggressiven Spielweise die Möglichkeiten des Ingolstädter Rückraums ein und ließ keine unbehinderten Würfe mehr zu. Selbst in Überzahl kamen die Gastgeber kaum noch zu Chancen und was aufs Tor kam, wurde meist eine Beute des erneut souveränen Schlussmanns Max von Borstel. Nur zwei weitere Tore gelangen den Gastgebern bis zur Halbzeit und wäre man nicht so großzügig mit den eigenen Chancen umgegangen, wäre bereits zu diesem Zeitpunkt eine Vorentscheidung möglich gewesen.

Hatte man sich in der ersten Hälfte im Abschluss noch von Auswahltorwart Murgg beeindrucken lassen, so zeigte sich gleich nach der Halbzeit deutliche Besserung. Dank konzentrierter Defensive gelangen drei schnelle Ballgewinne und die daraus resultierenden Konter wurden sicher verwertet. Positiv bemerkbar machte sich auch eine taktische Änderung im Angriff: Frank Herold übernahm die Mittelposition im Rückraum und Matthias Schnödt rückte dafür nach rechts. Hatte bis dahin hauptsächlich die linke Angriffsseite mit Peter Englhard und Alex Kellner für Druck gesorgt, so kam jetzt mit Joachim Schmidt und Schnödt auch von rechts Gefahr. Mit deutlich höherer Flexibilität in der Offensive und einer sehr konsequenten Abwehr führten die SG bis Mitte der zweiten Halbzeit die Vorentscheidung herbei und baute den Vorsprung auf 10 Tore aus. Erst als man in den letzten 15 Minuten angesichts der deutlichen Führung einen Gang zurück schalteten, konnten die Ingolstädter das Spiel wieder ausgeglichen gestalten und den Abstand in Grenzen halten.

Im Gegensatz zur ersten Partie in Bayreuth überzeugten die Oberpfälzer diesmal als Mannschaft. Besonders in der Abwehr agierte man sehr geschlossen und ohne Schwachpunkt. Im Angriff wussten die beiden Außen Alex Kellner und Joachim Schmitt mit ihrer hohen Trefferquote und die Rückraumspieler Peter Englhard und Matthias Schnödt, die viel Verantwortung übernahmen, besonders zu überzeugen. Eine gute Leistung boten auch die Unparteiischen Kamm und Waltner aus Nürnberg und Erlangen. Sie ließen eine der Bayernliga angemessene Härte zu, ahndeten aber Überhärte konsequent.

Aufstellung: von Borstel, Weih, Tannenberger, Kellner (7), Englhard (7), Schnabl (1), Weiss, Schnödt (6), Herold (1), Wiesend, Schmidt (4)