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Saison 2004/2005
Samstag, 06. November 200415:30 Uhr

MJAgegenHC Erlangen

Heim

MJA

:

Noch kein Ergebnis

Gast

HC Erlangen

Spielort

Auerbach

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Spitzenspiel gegen HC Erlangen

Ein Leckerbissen erwartet die Auerbacher und Sulzbacher Handballfans am kommenden Wochenende beim dritten Heimspiel der A-Jugend in Folge. Am Samstag um 15.30 Uhr kommt es in Auerbach zum ersten Aufeinandertreffen der SG mit einer Topmannschaft der Liga. Zu Gast ist der amtierende Bayerischen Meister und erneute Titelaspirant HC Erlangen. Im zweiten Spitzenspiel des Spieltags stehen sich die verlustpunktfreien Überraschungsmannschaften aus Friedberg und Niederraunau gegenüber.

Für Erlangen verlief der Saisonauftakt nicht wunschgemäß. Vorher noch als Topfavorit auf den Meistertitel gehandelt, mussten die Mittelfranken gleich im ersten Spiel in Niederraunau Federn lassen. Auch aus seiner zweiten schweren Auswärtspartie in Friedberg kehrte der HC mit leeren Händen zurück. In den Heimspielen gegen Schwanberg und Bayreuth gelangen zwar zwei klare Siege, mit 4 : 4 Punkten hat man aber den Kontakt zu den drei führenden Teams zunächst etwas verloren. Selbst wenn sich abzeichnet, dass in diesem Jahr mehr Mannschaften in der Spitze mitmischen können als dies in den letzten Spielzeiten der Fall war, steht die fast komplett mit Auswahlspielern besetzte Mannschaft in Auerbach unter Zugzwang. Mit einem Sieg hat man wieder alle Chancen, bei einer Niederlage hat man den Meisterschaftszug wohl schon vorzeitig verpasst.

Zwar haben die Gäste bisher noch nicht ihre Form gefunden, dennoch sind sie aufgrund ihrer Substanz keinesfalls zu unterschätzen. Die Spieler beider Mannschaften kennen sich seit C-Jugend-Zeiten und die Partien gegeneinander hatten es immer in sich. Auch diesmal kann man davon ausgehen, dass die Unistädter topmotiviert um beide Punkte kämpfen werden. Die Mannschaft ist auf allen Positionen überdurchschnittlich besetzt, ihre besonderen Stärken liegen im Rückraum und auf der Kreisposition. Der HC ist bekannt für sein schnelles Gegenstoßspiel, neben Friedberg hat man bisher die meisten Tore der Liga erzielt.

Die Gastgeber konnten zwar in den ersten vier Spielen letztlich ungefährdete Siege erzielen, dennoch läuft bei ihnen der Motor noch längst nicht rund. Vor allem in den letzten beiden Spielen brachten hauptsächlich Einzelleistungen den Erfolg, im Zusammenspiel war vieles nur Stückwerk. Um gegen Erlangen die weiße Weste zu behalten und die ideale Ausgangsposition weiter zu festigen, muss die Mannschaft deutlich zulegen. Die Trainer Renner und Schnödt vertrauen darauf, dass sich ihr Team in Spielen gegen starke Kontrahenten noch immer steigern konnte, zumal alle Voraussetzungen günstig sind. Nachdem die Landesligateams von Auerbach und Sulzbach diesmal pausieren, können sich die Leistungsträger voll auf das Jugendspiel konzentrieren. Auch bei den Verletzungen ist die Misere fast überwunden, es fällt nur noch Johannes Deinzer aus. Nach gut zehnmonatiger verletzungsbedingter Pause bei Punktspielen ist erstmals wieder Maxi Hofmann dabei, der bereits am letzten Wochenende bei den Herren einen starken Einstand geben konnte.

Aufstellung: von Borstel, Weih, Schmidt, Kellner, Waitz, Englhard, Hofmann, Schnödt, Herold, Schnabl, Tannenberger, Weiß

Nach dem Spiel

5. Sieg im 5. Spiel

Vorne hui - hinten pfui

SG Auerbach-Sulzbach - HC Erlangen 36 : 33 ( 20 : 15)

Die SG Auerbach-Sulzbach bleibt auch nach dem 5. Spieltag ohne Verlustpunkt. Im Heimspiel gegen den Ersatz geschwächten Titelkonkurrenten HC Erlangen gelang trotz erneut nicht rundum überzeugender Leistung ein ungefährdeter 36 : 33 Sieg. Dabei täuscht das letztlich knappe Endergebnis hinsichtlich des tatsächlichen Spielverlaufs, denn bis kurz vor dem Ende führten die Gastgeber mit sechs Toren. Gemeinsam mit dem ebenfalls verlustpunktfreien TSV Friedberg, der mit 27 : 26 gegen Niederraunau die Oberhand behielt, bleibt Auerbach-Sulzbach an der Tabellenspitze der Bayernliga.

Weniger Probleme als erwartet hatte die SG mit den vor Saisonbeginn als Meisterschaftsfavoriten gehandelten Erlangern. Dies lag sicherlich auch daran, dass bei den Gästen mit Szücs und Schwandner die zwei stärksten Akteure fehlten, sie waren im Regionalligateam im Einsatz. Ihrer beiden besten Rückraumwerfer beraubt wirkte Erlangen in der Anfangsphase deutlich verunsichert. Dies nutzte die konzentriert beginnende SG zu einer schnellen 6 : 2 Führung. Nach einer Auszeit der Gäste agierten diese deutlich effektiver, während die SG den Faden verlor. Die Mittelfranken arbeiteten jetzt mit vielen Positionswechseln und nutzten die an diesem Tag in ungewohnter Häufung auftretenden Defensivschwächen der SG konsequent aus. Beim Stand von 8 : 9 – der einzigen Führung von Erlangen im gesamten Spiel - schrillten kurzzeitig die Alarmglocken. Doch eine Umstellung des Abwehrverbands half wenigstens die größten Löcher zu stopfen und mit all ihrer Routine überstanden die Gastgeber auch ohne Auszeit diese Schwächephase. Schnell nahm man das Heft wieder in die Hand und baute die Führung bis zum Halbzeitpfiff auf 5 Tore aus.

Auch in der zweiten Hälfte änderte sich am Spielverlauf wenig. Der Schwerpunkt beider Mannschaften lag weiterhin in der Offensive, den Zuschauern wurden sehenswerte und technisch anspruchsvolle Angriffsaktionen geboten. Selten wirksam gestört von schwachen Abwehrreihen ergaben sich für beide Teams zahlreiche Torchancen, die meist über den Kreis oder Außen genutzt wurden. Herausragend war hierbei auf Seiten der Gastgeber wieder einmal Linksaußen Alex Kellner mit einer fast hundertprozentigen Ausbeute und auch Turbo Frank Herold zeigte am Kreis einen deutlichen Aufwärtstrend. Der erfolgreiche Abschluss aus dem Rückraum blieb diesmal die Ausnahme, hier hatte man sich bei den Oberpfälzern mehr erwartet. Die lange Spielpause von Maxi Hofmann, der aber mit 10 verwandelten Strafwürfen seinen Beitrag leistete, und die Armverletzung von Michael Waitz machten sich bemerkbar. Dafür sprangen dann aber andere in die Bresche und damit zeigte sich gleichzeitig wieder die Stärke der Mannschaft. Etwas ärgerlich aus Sicht der Trainer Schnödt und Renner war allerdings, dass die Hausherren im Gefühl des sicheren Sieges wie schon in den letzten Spielen nicht mehr als nötig machten, um den Gegner auf Distanz zu halten. Unter dieser Einstellung litt besonders die Abwehrarbeit, wo die letzte Konsequenz und Konzentration fehlte. Symptomatisch hierfür ist auch der Verlauf der Schlussphase, in der man nach einem Zwischenstand von 36 : 30 noch drei Tore der Gäste zuließ.

Aufstellung: von Borstel, Weih, Waitz (4/1), Kellner (8), Englhard, Schmidt (1), Tannenberger (2), Schnabl, Weiss, Herold (5), Schnödt (4), Hofmann (12/10)