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Saison 2010/2011
Samstag, 23. Oktober 201015:45 Uhr

HSC 2000 Coburg IIgegenHerren I

Heim

HSC 2000 Coburg II

:

Noch kein Ergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Wieder ein Spitzenspiel in fremder Halle

Topfavorit HSC Coburg II empfängt das Überraschungsteam aus der Herzogstadt

Der HC Sulzbach findet so langsam Gefallen an den Spitzenspielen der Landesliga Nord, oder anders gesagt, er fühlt sich pudelwohl an der Tabellenspitze. Leider finden die Schlager in diesen Wochen meist in fremden Hallen statt, so auch am Samstag um 15.45 Uhr in der BGS-Sporthalle in der Lauterer Str. in Coburg. Dort empfängt der Tabellenzweite, die Reserve des HSC Coburg, den Spitzenreiter aus der Herzogstadt. Mehr Spitzenspiel geht ja wohl nicht.

Auch wenn den Sulzbachern so langsam Understatement nachgesagt wird, diesmal ist der Gegner wirklich ein großer Brocken. Fast alle Experten hatten die Bundesligareserve aus Coburg vor der Saison als Aufstiegskandidat Nr. 1 auf dem Zettel und der Start der Runde verlief für die Truppe von Trainer Ralf Baucke dann auch entsprechend. Mit drei klaren Siegen starteten die Oberfranken in die Saison, doch dann verloren sie überraschend mit 23:24 in eigener Halle gegen den Aufsteiger aus Helmbrechts. Der Nimbus der Unschlagbarkeit ist also dahin, auch wenn sich die Truppe am letzten Wochenende mit einem klaren 39:24-Erfolg in Stadeln schnell rehabilitierte. Ein weiterer Ausrutscher in dieser frühen Phase der Saison wäre fatal für die Bundesligareserve, die doch endlich in die Bayernliga aufsteigen soll, um den jungen Talenten die nötige, leistungsgerechte Plattform zu bieten. Dazu wurde das Team mit einigen erfahrenen Ex-Spielern aus der 1. Mannschaft verstärkt, die zusammen mit den jüngeren Akteuren die „Operation Aufstieg“ realisieren sollen.

Solche Probleme hat der HC Sulzbach nicht. Wohl wissend, dass man zurzeit einen tollen Lauf hat und an der oberen Leistungsgrenze spielt, freut sich die Truppe einfach, Woche für Woche die Großen der Liga zu ärgern. Den Druck machen sich die Jungs von Trainer Christian Rohrbach nur selbst, denn wer so lange ungeschlagen bleibt, möchte dieses schöne Gefühl möglichst lange behalten. Zumindest personell fahren die Herzogstädter mit den best möglichen Aussichten nach Coburg. Nach seiner Verletzungspause wird wohl auch Neuzugang Pavel Krizek wieder auflaufen können. Das ist auch nötig, denn gegen die körperlich robusten Oberfranken wird der Modellathlet dringend gebraucht. Der Rest der Truppe bleibt hoffentlich bis zum Wochenende gesund und kann das hohe Leistungsniveau ins nächste Spiel retten. Der klare 31:20-Erfolg gegen den TV Roßtal war zwar kein echter Maßstab, doch für die Psyche, vor allem für die Männer aus dem zweiten Glied goldrichtig. Hier konnten sie zeigen, dass sie mehr als nur Ersatz sind. Trainer Christian Rohrbach und seine Truppe können so mit viel Selbstbewusstsein, aber auch mit dem nötigen Respekt in dieses Spitzenspiel gehen.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Waitz, Smolik, Englhard, Moritz, Forster, Ströhl, Braun, Wertmiller, Burkhardt, Krizek

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Debakel beim HSC Coburg II

33:21-Niederlage der Sulzbacher nach grottenschlechter Gesamtleistung

Viele betroffene Gesichter gab es am Samstagnachmittag nach dem Spitzenspiel der Landesliga Nord zwischen dem HSC Coburg und dem HC Sulzbach in den Reihen der Oberpfälzer. Nach der deftigen 33:21-Pleite wurden verzweifelt Erklärungen gesucht, doch außer der eigenen, nicht nach zu vollziehenden Leistung, keine gefunden. Nicht mal die „Slapstick-Einlagen“ des Schiedsrichtergespanns in der zweiten Halbzeit können hier hergenommen werden, denn zu diesem Zeitpunkt hatten die Herzogstädter das Spiel längst schon selbst vergeigt.

Brennend und heiß wollte man in die Partie gegen den Aufstiegskandidaten gehen, doch zuerst verbrannte man sich die Finger am gegnerischen Gehäuse. Vier Tempogegenstöße lang testeten die Sulzbacher die Stabilität des gegnerischen Tores an Latte und Pfosten, doch keine dieser Chancen wurde verwertet. Damit hatten die Rohrbach-Schützlinge ihr Pulver für längere Zeit verschossen und die Coburger, die wirklich brannten, entschieden die Partie in den folgenden zehn Minuten für sich. 8:2 stand es da für die Jungs von Trainer Ralf Baucke, die genau das umsetzten, was der Gästecoach von seiner Mannschaft verlangt hatte. Doch die Herzogstädter hatten sich wohl vor dieser Partie völlig überschätzt und glaubten, nach den letzten erfolgreichen Wochen, dass man der Bundesligareserve allein mit dem Attribut Tabellenführer Angst einjagen könne. Bis die Mannschaft diesen fatalen Fehler endlich erkannte, war es schon zu spät, denn die Oberfranken hatten den Vorsprung mit ihren hochgewachsenen Rückraumschützen längst zum Pausenstand von 18:10 ausgebaut.

Nach der Halbzeit bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Technische Fehler reihten sich an vergebene Chancen, bei einer Mannschaft, die nichts von dem aufgenommen hatte, was Coach Christian Rohrbach vor dem Spiel verlangt hatte. Fast glaubte man im falschen Film zu sein, hatten die Fans doch sicher noch die starken Leistungen des gleichen Teams in den letzten Wochen vor Augen. Doch an diesem Wochenende stimmte einfach gar nichts. Waren die Abstände zum Gegenspieler im Angriff viel zu nah, was in vielen Stürmerfouls endete, suchten die Abwehrcracks der Herzogstädter in der Defensive überhaupt keinen Kontakt zu ihrem Gegenüber. Die Blockabwehr gegen einen Rückraum aus drei 2-m-Kerlen war jedoch definitiv die falsche Wahl. Von den, im Training eingeübten Spielzügen gegen die 3-2-1-Deckung des Gastgebers war sowieso nichts zu sehen. So resultierten die sechs Treffer vom zuletzt so starken Jiri Smolik auch nur aus verzweifelten Einzelaktionen. Doch auch der Tscheche blieb wie die gesamte Mannschaft hinter den Erwartungen zurück und so viel die 33:21-Niederlage gegen einen überzeugend auftretenden HSC Coburg nicht einmal zu hoch aus.

Der sichtlich angefressene Trainer Christian Rohrbach kündigte nach der Partie einige klärende Gespräche an, verweist aber auch auf die Partien vor dem Debakel und hofft, dass sich die Mannschaft von diesem Schock schnell wieder erholen kann. „Lieber einmal mit 12 Toren, als fünfmal mit einem Tor verlieren“, so der Trainer mit einem Hauch von Galgenhumor.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Smolik 6, Waitz 3, Braun 3(2), Hartmann 2, Krizek 2(1), Forster 1, Andörfer 1, Moritz 1, Ströhl 1, Burkhard 1, Englhard, Wertmiller

Bericht: cwh