Vor dem Spiel
Letztes Auswärtsaufgabe der Saison
HC-Reserve zu Gast bei der HSG Nabburg/Schwarzenfeld
Noch einmal darum streiten wer denn Fahrer macht, rund 35 Kilometer nach Schwarzenfeld, 60-Minuten Handballspielen und wieder zurück... Nach diesem Samstag-Nachmittagsprogramm kann die zweite Mannschaft des HC Sulzbach auch hinter die letzte Dienstreise der Saison 2008/2009 einen dicken Haken machen.
Was sich dabei neben dem Schuhebinden wohl am schwierigsten gestalten dürfte, sind wohl die 60-Minuten sportliche Betätigung, denn nach der zweiwöchigen Osterpause neigt der Handball stark dazu mehr Feind als Freund zu sein. Zwar mit nur zwei Trainingseinheiten auf dem Buckel aber mit immer noch dem Derbysieg gegen die HG Amberg im Hinterkopf, reist die Mannschaft von HC-Trainer Christian Rohrbach mit breiter Brust zur HSG Nabburg-Schwarzenfeld um eine offene Rechnung aus der Hinrunde zu begleichen. Damals lieferte die HC-Reserve vor heimischem Publikum eine katastrophale zweite Halbzeit ab, brachte über 10-Minuten lang keinen Ball mehr im Gehäuse der Gäste unter und verlor völlig verdient am Ende mit 19:24. Doch seitdem hat sich in der Mannschaft des Handball-Clubs einiges getan und ausgehend von einem stabilen sechsten Tabellenplatz, der sowieso voll im Sold der Reserve liegt, schielen die Herzogstädter noch mit einem Auge weiter nach oben. Zwischen dem TV Altdorf, dem ESV Regensburg und dem Gegner vom Wochenende, der HSG Nabburg-Schwarzenfeld, liegen in dieser Reihenfolge jeweils nur ein Punkt und somit könnte man mit einem Sieg gegen den momentanen Tabellendritten den Anschluss an die Spitzengruppe der Bezirksoberliga weiterhin halten.
Doch ganz so leicht werden es die HSG'ler den Sulzbachern am Wochenende wohl kaum machen, wollen doch auch die Hausherren den Podiumsplatz und die greifbare Bronzemedaille nicht mehr aus der Hand geben. Das erklärte Ziel der Völkl-Truppe ist es, den hervorragenden dritten Tabellenplatz bis zum Ende der Saison zu verteidigen, was sie im Duell mit der HC-Reserve am kommenden Wochenende erstmals unter Beweis stellen müssen. Während in der Vergangenheit das Manko im Sulzbacher Spiel oftmals auf den Halbpositionen lag, liegt im Gegenteil dazu genau dort die Stärke der Hausherren. Die großgewachsenen und körperlich doch etwas überlegenen Rückraumspieler der HSG bereiteten Torhüter & Abwehr schon im Hinspiel üble Kopfschmerzen, die laut dem Endergebnis in einer wahren Migräne endeten. Zuletzt bekam dies das Tabellenschlusslicht aus Regensburg zu spüren. Nach einer guten Anfangsphase hatten die Domstädter dem Sturmlauf der Nabburg/Schwarzenfelder nichts mehr entgegenzusetzen und verloren am Ende ihr vorletztes BOL-Heimspiel mit 24:31.
Aus Sulzbacher Sicht ergibt sich somit nur eine logische Konsequenz, nämlich 'laufen,laufen,laufen und angreifen' um die Halbspieler der Hausherren frühzeitig zu stören, sie nicht zum Wurf kommen zu lassen und ihnen die Idee eines Kreisläuferanspiels gleich einmal auszutreiben. Obwohl das Spiel von Außen betrachtet nach dem Derbysieg wohl nur noch als ein Bonus erscheint, schreit es von Innen her nach einer Revanche für das Heimdebakel der Hinrunde und dass die Mannschaft des HCs immer für eine Überraschung gut ist, hat sie unlängst bewiesen.
HC Sulzbach II:
Mende, Prasse (Tor) Bittner, Wertmiller, Ströhl F., Wedel, Hausner, Braun, Morcinek, Munker S., Steubl, Renner, Galler, Schmidt
