Vor dem Spiel
Schafft das dezimierte Team einen Auswärtssieg?
Erfolg in Allach hält die Träume am Leben
Was ist noch drin für die Sulzbacher Handballer? Nach dem hart erkämpften Heimsieg gegen den TSV Anzing vor zwei Wochen keimte ja so etwas wie Hoffnung auf in der Herzogstadt, doch da tags darauf der unmittelbare Gegner im Abstiegskampf, der TSV Unterhaching überraschend in Rimpar gewann, sind es immer noch 5 Punkte, die der Krizek-Truppe auf die Oberbayern fehlen. Fast unmöglich, bei nur noch fünf verbleibenden Spielen in der Saison, doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und so wollen die Oberpfälzer am kommenden Samstag unbedingt einen Sieg beim Tabellenletzten TSV Allach einfahren, um wenigstens noch eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt zu behalten. Die Partie beginnt um 20.00 Uhr in der Sporthalle Eversbuschstr. 124 in München.
Der Aufsteiger aus Allach hat sich längst mit dem Abstieg nach nur einem Jahr Bayernliga abgefunden. Doch zumindest am letzten Spieltag gab es noch einmal so richtig Derbystimmung, als man im Kampf um die rote Laterne beim Mitabsteiger TSV Fürstenfeldbruck antreten musste und knapp mit 27:28 verlor. Das bedeutete den Platz ganz hinten in der Tabelle, den die Jungs von Trainer Kurt Neumaier aber am Samstag wieder verlassen können, falls ein Heimsieg gegen den HCS gelingen würde. Zutrauen darf man das der Mannschaft aus dem Münchner Norden durchaus, denn phasenweise zeigten die Allacher in dieser Spielrunde durchaus bayernligareife Leistungen. Auch im Hinspiel in der Herzogstadt gaben sich die Oberbayern erst nach hartem Kampf mit 25:31 geschlagen.
In der Herzogstadt gehen Trainer Pavel Krizek so langsam die Akteure aus. Nachdem sich nun auch Björn Kreyßig vom Team verabschiedet hat und Spielmacher Daniel Luber für den Rest der Saison verletzungsbedingt ausfällt, stehen dem Coach nur noch eine Handvoll einsatzfähige Spieler zur Verfügung. Dieses Manko konnten die Sulzbacher am vergangenen Spieltag mit einer kämpferischen Einstellung und viel Mannschaftsgeist wettmachen und darauf hofft der Coach, der längst wieder selbst als Spieler eingestiegen ist. Einigen Akteuren tut die Entschlackung des Kaders richtig gut, so zeigte Florian Funke gegen Anzing die beste Saisonleistung und auch der tschechische Routinier Jiri Smolik überzeugte zuletzt in Angriff und Abwehr. Mi dem seit Wochen in Topform spielenden Torhüter Max Lotter im Rücken fährt auch der Sulzbacher Minikader nicht chancenlos in die Landeshauptstadt und will sich eine optimale Ausgangsposition für die dann folgenden drei Heimspiele am Stück schaffen.
HC Sulzbach: Lotter Krizek, Marco Forster, Florian Funke, Brockstedt, Smolik, Benjamin Funke, Kristian Forster, Meta, Morzinek
Bericht: cwh
