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Saison 2011/2012
Samstag, 10. März 201219:15 Uhr

HSG Nabburg-SchwarzenfgegenHerren II

Heim

HSG Nabburg-Schwarzenf

19 : 16

Endergebnis

Gast

Herren II

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Kracherspiel zur Primetime

„Zweite“ zu Gast bei der HSG Nabburg-Schwarzenfeld

Es hätte ein Matchballspiel sein sollen, das Duell am kommenden Samstag zwischen der Bayernligareserve des HC-Sulzbach und der HSG Nabburg-Schwarzenfeld, doch nach den Ausrutschern der letzten Wochen braucht der HC dringend beide Punkte von der HSG um den schon sicher geglaubten Meistertitel nicht doch noch herzuschenken.

Die Gastgeber der Partie, die am Samstag um 19:15 Uhr in Schwarzenfeld angepfiffen wird, mussten am vergangenen Samstag eine knappe Niederlage beim heimstarken HC aus Weiden einstecken und die Meisterambitionen endgültig begraben. Es besteht jedoch im Falle eines Sieges gegen Sulzbach noch die Chance auf den Relegationsplatz, weswegen die Männer von Coach Daniel Ziegler mit Sicherheit topmotiviert auftreten werden.

Schon das Hinspiel in der heimischen Realschulhalle war ein echter Krimi auf hohem Niveau, der für die Herzogstädter dann doch noch ein Happy End hatte. Besondere Probleme hatten die Renner-Schützlinge damals mit dem Toptorschützen der HSG, Rückraumass Armin Kiener. Dieser, der zweifelsohne zu den allerbesten Akteuren der Liga gehört, bereitete der sulzbacher Hintermannschaft durch seinen massigen Körperbau und seine Wurfgewalt ziemliche Schwierigkeiten. Auch der Rest der HSG-ler ist nicht zu unterschätzen, so haben sie mit Martin Streijc den nominell stärksten Torhüter der Bezirksliga zwischen den Pfosten. Diese beiden Schlüsselspieler unterstützt von der Mannschaft werden der „Zweiten“ am Samstag wohl wieder alles abverlangen.

Die sulzbacher Mannschaft geht mit eher gemischten Gefühlen in die Partie. Zwar hat das Ergebnis der HSG vom vergangenen Wochenende des Herzogstädtern in die Karten gespielt, doch hadert man im Moment ein wenig mit der hohen Fehlerquote vor allem im Aufbauspiel. Hinzu kommt, dass man mit einem Sieg gegen die Ovis einen riesen Schritt Richtung Meisterschaft machen hätte können.

Die Personalsituation ist im Gegensatz dazu doch sehr rosig. Alle Spieler sind fit und so kann Ingo Renner aus dem Vollen schöpfen und die Mannschaft wird in Bestbesetzung mit lautstarker Unterstützung der im Bus mitgereisten Fans auflaufen.

Es ist angerichtet für ein vorgezogenes Endspiel in der Bezirksliga. Wenn die „Zweite“ die HSG in fremder Halle bezwingt, dann macht man einen riesen Schritt in Richtung Meisterschaft, sollte man verlieren, so ist der lang gehegte Traum wohl geplatzt.

HC-Sulzbach: Männl, Zippe Bittner, Peil, Wedel, Luber, Hausner, Andörfer, Wendt, Ströhl, Stauber, Schmidt, Burkhardt, Steubl, Munker

Nach dem Spiel

Reserve geht die Luft aus - 16:19-Pleite in Schwarzenfeld

Renner-Team scheitert am Gästekeeper und an sich selbst

Der Reserve der Sulzbacher Handballer geht auf der Zielgeraden leider die Puste aus. Mit einem Sieg in Schwarzenfeld hätte die Truppe von Trainer Ingo Renner die Meisterschaft fast schon perfekt machen können, doch es sollte wohl nicht sein und so gab es nach der verdienten 16:19-Niederlage lange Gesichter im Lager der Herzogstädter. Jetzt sieht es ganz so aus, dass der direkte Aufstieg als Meister nicht mehr möglich ist und so muss sich die Nachwuchsmannschaft auf die Relegation gegen den Westzweiten einstellen.

Dabei begann die Partie durchaus ansehnlich. Mit den besseren spielerischen Möglichkeiten ausgestattet kamen die Herzogstädter schnell zu guten Torchancen. Die Rückraumschützen Sebastian Wedel und Florian Ströhl warfen einen schnellen 3:1-Vorsprung heraus und alles schien nach Plan zu laufen. Doch bereits in der Anfangsphase erkannten die zahlreich mitgereisten Fans das große Problem an diesem Tag. Die Chancenauswertung war außerirdisch und zog sich dann auch durch das komplette Spiel durch. Teils lag es natürlich an den Spielern selbst, doch meistens am erfahrenen Torhüter der Gastgeber, Martin Streic, der die Bälle, unter anderem auch fünf Siebenmeter, fast magisch anzog. Nur die starke Abwehrleistung, besonders von Andi Hausner, der den gefährlichen Torjäger Armin Kiener lange gut im Griff hatte, hielt die Gäste im Spiel (5:5, 8:8). Erst in den Schlussminuten der ersten Halbzeit drehte der Hühne auf und so führte die HSG zur Pause mit 11:8.

Diesen Drei-Tore-Rückstand liefen die Herzogstädter nun den Rest des Spiels hinterher. Doch was sich die Renner-Truppe auch einfallen ließ, beim überragenden tschechischen Torhüter war dann meist Endstation. Nur von Sebastian Wedel kam noch der eine oder andere gelungene Wurf und da auf der anderen Seite jetzt der bereits erwähnte Armin Kiener immer besser traf, kam der Sieg der Gastgeber eigentlich nicht mehr in Gefahr. Spätestens nach dem fünften vergebenen Strafwurf war die Luft raus und als die HSG kurz danach mit 18:14 in Führung lag, erlahmte die Gegenwehr der zuvor immer noch hoffenden Sulzbacher endgültig.

Die Herzogstädter scheiterten an ihren eigenen Nerven, einem abgezockten Gästetorhüter und wohl auch an der Tatsache, dass mit dem kurzfristig ausgefallenen Spielmacher Peter Andörfer die ordnende Hand und der Kopf der Mannschaft gefehlt hat. Jetzt gilt es den Kopf wieder frei zu bekommen und die letzte Partie zuhause gegen Kelheim zu gewinnen. Dann hat man die Chance zum Aufstieg über die Relegation und da ist alles möglich.

HC Sulzbach: Zippe, Männl (Tor) Wedel 7(1), Ströhl 3, Hausner 2, Stauber 2, Burkhardt 1, Munker 1, Schmidt, Bittner, Steubl, Wendt, Luber, Paulus

Bericht: cwh