Vor dem Spiel
Lange Dienstfahrt zum Mitaufsteiger
Junge Truppe des TSV Simbach ein echter Härtetest
Die Sulzbacher Handballer sind mal wieder auswärts unterwegs und nach den kurzen Wegen in den ersten Partien in Erlangen und Bayreuth steht diesmal eine Dienstfahrt mit echtem Bayernligafeeling auf dem Plan. Am Samstag um 16.30 Uhr muss die Rohrbach-Truppe beim TSV Simbach antreten und nicht nur wegen der langen Busfahrt wird die Partie gegen den Mitaufsteiger ein echter Härtetest. In der Städtischen Sporthalle im Schulzentrum in Obersimbach wartet eine hochmotivierte, junge Mannschaft auf den HCS, die in den ersten Partien der Saison oft unter Wert geschlagen wurde.
Die Niederbayern haben nach dem letzten Abstieg aus der Bayernliga ihr Team radikal verjüngt und hatten schnell wieder Erfolg damit. In der letzten Landesligaspielzeit dominierten die Simbacher die Landesliga Süd genauso souverän wie der HC Sulzbach die Nordgruppe. Auch in den ersten Spielen in der höchsten bayerischen Spielklasse zeigten die Jungs von Trainer Martin Voigt mit schnellen und modernen Handball, dass ihnen sicher die Zukunft gehört. Einzig die Erfahrung und Cleverness verhinderte eine bessere Punkteausbeute. Hier sieht der Coach noch Nachholbedarf, denn oft sind seine jungen Spieler zu ungestüm und schaffen es nicht einen herausgespielten Vorsprung über die Zeit zu bringen. So gab es auch letzte Woche zwar viel Lob für die engagierte Leistung beim Favoritenteam in Rödelsee, doch die Punkte blieben bei der 21:25-Niederlage wieder einmal beim Gegner. Mit drei Pluspunkten liegen die Niederbayern damit nur knapp vor den Abstiegsplätzen und wollen natürlich gegen den Mitaufsteiger aus der Herzogstadt diese Bilanz in der immer gut gefüllten Heimhalle verbessern.
Die Gäste aus Sulzbach haben da weit weniger Sorgen. Als sensationeller Tabellenfünfter hat die Rohrbachtruppe die Erwartungen bisher voll erfüllt. Doch muss man auch anerkennen, dass das Startprogramm mit vier Heimspielen den Oberpfälzern natürlich in die Karten spielte. Aber die Herzogstädter haben auch schon auswärts gepunktet und fahren mit breiter Brust in die Grenzstadt, auch wenn Trainer Rohrbach einige personellen Sorgen plagen. Kapitän Thomas Hartmann hat sich im Spiel gegen Ottobeuren wieder einmal verletzt und wird wohl kaum auflaufen können. Außerdem haben Jiri Smolik und Andi Hausner noch berufliche Termine am Samstag und so steht auch ihr Einsatz noch in den Sternen. Erster Nachrücker wäre wohl der abwehrstarke Jojo Schmidt, der nach seinem Nasenbeinbruch letzte Woche in der Reserve sein Comeback geben konnte. Doch jammern gilt nicht, denn anderen Teams geht es ja nicht anders. Bisher hat sich immer ein Akteur gefunden, der den Rhythmus vorgibt und so fahren die Sulzbacher Handballer ohne Angst ins schöne Niederbayern.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Kaspar, Waitz, Smolik, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Hausner, Blödt, Schmidt
Bericht: cwh
