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Saison 2009/2010
Samstag, 03. Oktober 200916:30 Uhr

Herren IIgegenHSG Nabburg-Schwarzenf

Heim

Herren II

:

Noch kein Ergebnis

Gast

HSG Nabburg-Schwarzenf

Spielort

Realschule

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Erstes Heimspiel in der neuen Saison – HSG Nabburg/Schwarzenfeld zu Gast!

HC-Reserve heiß auf ersten Heimauftritt!

Endlich ist es wieder soweit - Die Handballsaison im Herrenbereich auf heimischem Parkett wird dieses Jahr von der HC-Reserve eröffnet, im Duell mit der HSG Nabburg/Schwarzenfeld. Nach dem Last-Minute-Sieg vom vergangenen Samstag wartet am Wochenende ein echter Prüfstein auf die Schützlinge des Trainerduos Ott/Rohrbach, dennoch überwiegt die Freude auf den ersten Auftritt vor heimischem Publikum.

Die HSG'ler starteten wie die Sulzbacher Mannschaft mit einem Sieg in die neue Spielzeit, zeigten dabei jedoch eine deutlich stabilere Vorstellung beim Auswärtsspiel in Oberviechtach, welches sie letztendlich mit 30:22 für sich entscheiden konnten. Zwar stellte sich Ihnen eine stark ersatzgeschwächte Oberviechtacher Mannschaft entgegen, dennoch spricht das Ergebnis eine eindeutige Sprache, denn nicht umsonst konnte der eigentliche 'Underdog' aus Oberviechtach vergangene Saison unter erschwerten Bedingungen die Klasse halten, während etabilierte und renommierte Teams den bitteren Gang in die Bezirksliga antreten mussten. In der vergangenen Saison hagelte es zwei bittere Niederlagen für den HC Sulzbach im jeweiligen Vergleich mit der HSG, doch vor allem das Heimspiel, das durch eine katastrophale Phase nach der Halbzeit verloren ging, steckt wohl noch in dem ein oder anderen Hinterkopf fest. Die größten Sorgenfalten bereitete zumeist der starke und wuchtige Rückraum der Nabburg/Schwarzenfelder, der schon so manchen Gegner in der Bezirksoberliga das Fürchten lehrte, wie zuletzt dem HV Oberviechtach.

Dass HC-Trainer Christian Rohrbach dennoch, wenigstens momentan, noch gut schlafen kann rührt wohl daher, dass die gezeigte Abwehrleistung vom vergangenen Spieltag das einzig Positive neben den gewonnen zwei Punkten war. Doch in der Abwehr wirft man eher schwierig Tore, von daher muss sich die Angriffsleistung der Herzogstädter um ein Vielfaches steigern, will man gegen die HSG am Wochenende bestehen. Auf Grund des übergroßen Kaders der HC Reserve wird es im Vergleich zum Auftaktmatch wohl auf einigen Positionen Veränderungen geben. So kehrt beispielsweise der 'Längste' im Sulzbacher Team, Jürgen Brandt, anstelle des verhinderten Sascha Wendt in den Kader zurück.

Doch alles in allem ist das Spiel eigentlich schnell erklärt – Das erste Heimspiel am Erlheimer Weg und noch dazu die Gelegenheit, der HSG Nabburg-Schwarzenfeld endlich eine wohl längst überfällige Niederlage zu bescheren, sollte eigentlich Motivation genug sein für die Mannen von Christian Rohrbach, der von seiner Mannschaft eine erhebliche Steigerung im Vergleich zum Spiel in Regensburg erwartet. Doch auch die HSG'ler werden alles geben, um die Punkte aus der Herzogstadt zu entführen und sich frühzeitig an der Spitze der Bezirksoberliga fest zu setzen. Anwurf ist zur besten Handballzeit, um 16.30 Uhr.

HC Sulzbach II:

Urs Mende, Julian Steiner (Tor)

Schmidt, Bittner, Morcinek, Galler, Steubl, Wertmiller, Brandt, Braun, Wedel, Hausner, Ott, Ströhl F., Ströhl S.

Nach dem Spiel

Wer hätte das gedacht...

HC-Reserve gewinnt Heimpremiere gegen die HSG Nabburg/Schwarzenfeld mit 26:22

Nach dem Last-Minute-Sieg gegen die SG Regensburg, gewinnt die HC-Reserve auch ihren ersten Heimauftritt gegen den alten Rivalen HSG Nabburg-Schwarzenfeld nach einem klasse Handballspiel mit 26:22 und revanchiert sich für die schmerzlichen Niederlagen der letzten Jahre.

Vor dem Spiel zitierte HC-Trainer Christian Rohrbach den Vorbericht der Gastmannschaft, aus deren Sicht zwei Schlagwörter die HC-Reserve beschreiben, nämlich Kampf & Tempohandball. Und genau das schrieb er seiner Mannschaft dann auch auf die Fahne, was in den ersten Minuten wie am Schnürchen klappte. Letztes Jahr stellte man sich in der Mannschaft oft die Frage, wo der Siegeswillen, das Engagement und der bedinungslose Kampf geblieben waren – wer die ersten Minuten am Samstag verfolgt hat, weiß, dass das dieses Jahr kein Thema mehr ist. So sehr die HSG'ler auch Richtung Sulzbacher Tor maschieren wollten, prallten sie doch meistens an der 'Sulzbacher Wand' ab, und falls sich doch einmal eine Lücke auftat, war Julian Steiner im Sulzbacher Gehäuse auf dem Posten. Im Gegenzug überrollte der HC-Express die Gäste förmlich und ging völlig verdient mit 6:0 in Führung. Doch anscheinend wollten die Herren im Sulzbacher Trikot den anwesenden Zuschauern ein spannendes Spiel bieten, denn eine bessere Erklärung, warum man die HSG'ler bis zur Pause wieder auf 11:10 herankommen ließ, fällt einem wohl schwer. Die Rückraumachse Gschrei/Strejk gab nun in der Offensive den Ton an und kam gegen die nun etwas zu passiv agierende Deckung der Hausherren immer besser zum Zug, während auf Sulzbacher Seite bis zur Pause Ladehemmung herrschte.

Oft angemahnt und anscheiend doch überhört, wurde die Warnung des HC-Trainergespanns vor den ersten Minuten nach Wiederanpfiff, denn vor allem in dieser Phase des Spiels setzten die HSG'ler in den vergangenen Partien meist den entscheidenden Dolchstoß. Doch erst einmal war nichts mehr zu sehen von der starken Leistung der Anfangsviertelstunde. Im Angriff wurde schlicht und ergreifend zu viel 'verballert' und die Abwehr war nun löchrig wie ein guter Schweizer Käse. Folgerichtig gingen die Gäste in Führung, und bauten ihren Vorsprung zeitweise bis auf vier Tore aus. (14:18). Doch nun kam das zweite Sulzbacher Schlagwort zum Einsatz, nämlich der Kampf. Auch wenn es etwas abgedroschen klingt, kam die HC-Reserve wie der Phoenix aus der Asche zurück ins Spiel, und auf einmal war auch wieder Feuer drin in der Abwehr. Jeder Gästespieler, der nun Richtung Sulzbacher Tor wollte, hatte danach mindestens ein Wehwehchen mehr und auch in der Offensive kam man nun wieder besser zurecht. Sobald ein Ablauf angesagt oder eine einfache Auslösebewegung gespielt wurde brannte es förmlich in der Gästeabwehr, wovon vor allem die treffsicheren Außenspieler profitierten.Ausdrücklich kann man diese Aufholjagd nicht irgendeinem Akteur zuschreiben, auch wenn Holger Bittner und Stefan Ströhl ihr Torekonto dadurch ordentlich in die Höhe schraubten, doch ohne die gesamte Mannschaft, den Spielablauf sowie das entscheidende Ablegen auf die Linksaußenpostion wäre es wohl nie dazu gekommen, dass die HC-Reserve einige Minuten vor Schluss den 21:21 Ausgleich erzielen konnte. Dass die Gäste in den letzten Minuten nur noch ein Tor werfen konnten lag an der wiedergewonnen Aggressivität der Abwehr, dem überragenden Mittelblock mit Oliver Ott und Jürgen Brandt sowie an HC-Keeper Urs Mende, der in der entscheidenden Phase zwei Siebenmeter und einige hunderprozentige parieren konnte, während im Gegenzug der HC-Express binnen weniger Minuten den 'Deckel draufmachte' und am Ende einen verdienten 26:22 Erfolg feiern konnte.

Somit ist der Traumstart der Reserve mit zwei Siegen geglückt einhergehend mit einem kleinen Gefühl der Genugtuung nach dem Sieg gegen einen der Erzrivalen in der Bezirksoberliga.Das momentan entscheinende Quäntchen, was jeweils den Ausschlag für die HC-Reserve gibt, ist definitiv die stark verbesserte Abwehrarbeit der Herzogstädter. Jeder Einzelne trägt seinen Anteil für eine aggressive und sicher auch harte Defensive bei, doch da wirklich Jeder 'hinlangt', sich für den Nebenmann abrackert und auch einmal dahin geht wo's weh tut, kommt eine 1A Mannschaftsleistung bei raus, was die Zeitstrafenanzahl von lediglich zwei Zwangspausen verdeutlicht. Hierauf gilt es in den nächsten Wochen aufzubauen – am besten schon im Duell am kommenden Freitag gegen den absoluten Topfavoriten aus Erlangen/Bruck.

HC Sulzbach II:

Mende, Steiner (Tor)

Ströhl S. 10 (2), Bittner 5, Brandt 4, Morcinek 2, Steubl 2, Hausner 1, Schmidt 1, Ströhl F. 1, Ott, Braun, Munker, Wertmiller