Vor dem Spiel
Ostbayernderby in Erlangen
In der Bayernliga der A-Jugend tritt die Saison in die entscheidende Phase. Das Kopf-an-Kopf-Rennen um den Meistertitel zwischen der SG Auerbach-Sulzbach und dem TSV Friedberg hält an. Die Führenden gaben sich zu letzt keine Blöße mehr und verbuchten je vier Punkte auf der Habenseite. Eine echte Nagelprobe hält der fünftletzte Spieltag für die Spitzenreiter bereit. Beide Teams müssen auswärts antreten und bekommen es dabei mit Gegnern erster Güte zu tun. Am Samstag gastiert Friedberg beim Tabellenvierten Niederraunau, am Sonntag um 13.30 Uhr kommt es zum Klassiker zwischen dem HC Erlangen und der SG. Dass es sich dabei um Bezirks-Derbys handelt trägt sein übriges zur Brisanz der Spiele bei.
Seit 5 Jahren liefern sich Erlangen und Auerbach-Sulzbach in dieser Jahrgangsstufe heiße Duelle. Stets bekamen die Zuschauer guten, mitreißenden Handball zu sehen und dieser Tradition folgte auch bereits die Vorrundenbegegnung. Damals behielt die SG mit 33 : 30 die Oberhand, was für die als Mitfavorit gestarteten Mittelfranken bereits die dritte Saisonniederlage bedeutete. So war schon nach dieser Begegnung für sie der Meisterschaftszug abgefahren. Doch auch wenn beim HC die Saison schon längst abgehakt ist und die Integration der Jugendspieler in den Herrenbereich im Vordergrund steht, will man es gegen den alten Rivalen noch einmal wissen. Dabei kann man auch nach dem Ausfall von Spielmacher Dürmeier noch auf einen ausgezeichnet besetzten Kader zurückgreifen. Mit Scüczs und Schwandner verfügen im linken und rechten Rückraum zwei Spieler über Regionalligaerfahrung und auch der Rest des Teams zählt zum Jugendauswahlkader Bayerns.
Die SG wird also schon Gas geben müssen, um beide Punkte aus der Karl-Heinz-Hiersemann- Halle zu entführen, mit angezogener Handbremse ist ein derartig starker Konkurrent nicht zu bezwingen. Um den Rhythmus während der dreiwöchigen Spielpause nicht zu verlieren, hat man ein Trainingsspiel gegen die Sulzbacher Herren 2 ausgetragen, in dem die Mannschaft eine gute Form zeigte. An der nötigen Motivation wird es schon allein wegen der Rivalität zwischen beiden Teams nicht fehlen. Im personellen Bereich gibt es noch Fragezeichen hinter dem Einsatz von Maxi Hoffmann und Matthias Tannenberger, die wegen Verletzung bzw. Krankheit nicht trainieren konnten. Ansonsten sind alle Spieler an Bord und man hofft, dass auch nach den Einsätzen bei den Herren am Samstag keine weiteren Ausfälle zu verzeichnen sein werden.
Aufstellung: von Borstel, Weih, Englhard, Kellner, Schmidt, Waitz, Deinzer, Herold, Hofmann, Schnabl, Schnödt, Tannenberger, Weiß
