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Saison 2004/2005
Sonntag, 20. Februar 200513:30 Uhr

HC ErlangengegenMJA

Heim

HC Erlangen

:

Noch kein Ergebnis

Gast

MJA

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Ostbayernderby in Erlangen

In der Bayernliga der A-Jugend tritt die Saison in die entscheidende Phase. Das Kopf-an-Kopf-Rennen um den Meistertitel zwischen der SG Auerbach-Sulzbach und dem TSV Friedberg hält an. Die Führenden gaben sich zu letzt keine Blöße mehr und verbuchten je vier Punkte auf der Habenseite. Eine echte Nagelprobe hält der fünftletzte Spieltag für die Spitzenreiter bereit. Beide Teams müssen auswärts antreten und bekommen es dabei mit Gegnern erster Güte zu tun. Am Samstag gastiert Friedberg beim Tabellenvierten Niederraunau, am Sonntag um 13.30 Uhr kommt es zum Klassiker zwischen dem HC Erlangen und der SG. Dass es sich dabei um Bezirks-Derbys handelt trägt sein übriges zur Brisanz der Spiele bei.

Seit 5 Jahren liefern sich Erlangen und Auerbach-Sulzbach in dieser Jahrgangsstufe heiße Duelle. Stets bekamen die Zuschauer guten, mitreißenden Handball zu sehen und dieser Tradition folgte auch bereits die Vorrundenbegegnung. Damals behielt die SG mit 33 : 30 die Oberhand, was für die als Mitfavorit gestarteten Mittelfranken bereits die dritte Saisonniederlage bedeutete. So war schon nach dieser Begegnung für sie der Meisterschaftszug abgefahren. Doch auch wenn beim HC die Saison schon längst abgehakt ist und die Integration der Jugendspieler in den Herrenbereich im Vordergrund steht, will man es gegen den alten Rivalen noch einmal wissen. Dabei kann man auch nach dem Ausfall von Spielmacher Dürmeier noch auf einen ausgezeichnet besetzten Kader zurückgreifen. Mit Scüczs und Schwandner verfügen im linken und rechten Rückraum zwei Spieler über Regionalligaerfahrung und auch der Rest des Teams zählt zum Jugendauswahlkader Bayerns.

Die SG wird also schon Gas geben müssen, um beide Punkte aus der Karl-Heinz-Hiersemann- Halle zu entführen, mit angezogener Handbremse ist ein derartig starker Konkurrent nicht zu bezwingen. Um den Rhythmus während der dreiwöchigen Spielpause nicht zu verlieren, hat man ein Trainingsspiel gegen die Sulzbacher Herren 2 ausgetragen, in dem die Mannschaft eine gute Form zeigte. An der nötigen Motivation wird es schon allein wegen der Rivalität zwischen beiden Teams nicht fehlen. Im personellen Bereich gibt es noch Fragezeichen hinter dem Einsatz von Maxi Hoffmann und Matthias Tannenberger, die wegen Verletzung bzw. Krankheit nicht trainieren konnten. Ansonsten sind alle Spieler an Bord und man hofft, dass auch nach den Einsätzen bei den Herren am Samstag keine weiteren Ausfälle zu verzeichnen sein werden.

Aufstellung: von Borstel, Weih, Englhard, Kellner, Schmidt, Waitz, Deinzer, Herold, Hofmann, Schnabl, Schnödt, Tannenberger, Weiß

Nach dem Spiel

Sieg im ostbayerischen Derby

Zur erwarteten Nagelprobe wurde für die SG Auerbach-Sulzbach die Begegnung beim Tabellendritten HC Erlangen. In einer weniger von Technik als von Athletik, Kampf und Härte geprägten Partie behielt der Tabellenführer gegen einen hochmotivierten Gegner am Schluss verdient mit 30 : 28 die Oberhand und wahrte die Chance auf die Meisterschaft. Nachdem sich auch Kontrahent Friedberg in Niederraunau keine Blöße gab und beim 25 : 21 beide Punkte mitnahm, bleibt es in der Tabelle beim Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Teams.

Von Beginn an machten die Gastgeber deutlich, dass sie keine Geschenke zu verteilen gedachten. Gegenüber ihrem letzten Auftritt in Bayreuth wirkte die Mannschaft wie ausgewechselt. Die Gäste brauchten erst etwas Zeit, um sich auf die kompromisslose Deckungsarbeit der Erlanger um Abwehrturm Csaba Szücs einzustellen. Diese Anlaufprobleme nutzte der HC um mit 2 : 1 vorzulegen. Allerdings sollte dies die letzte Führung der Mittelfranken bleiben. Besonders die Rückraumreihe der SG kam jetzt auf Touren und mit vier Toren in Folge konnte man erstmals etwas Abstand herstellen. Dieser schrumpfte allerdings schnell zusammen, als mit Alex Kellner einer der wichtigsten Abwehrspieler kurz hintereinander zwei Zeitstrafen erhielt und nach 12 Minuten schon rotgefährdet war. Trotz der hieraus erforderlichen Umstellungen geriet die Defensive der Oberpfälzer nicht ins Wanken. Zwar nutzte der HC seine numerische Überlegenheit und verkürzte auf ein Tor, doch anschließend hatte man, gestützt auf einen wieder souverän agierenden Max von Borstel, die Mittelfranken aus dem Positionsangriff wieder gut im Griff. Die für Kellner und den angeschlagenen Jojo Schmidt eingewechselten Spieler Ralph Weiss und Johannes Deinzer boten dabei auf den Halbpositionen eine gute Leistung. Dennoch gelang es bis zur Halbzeit nicht, sich vom Gegner abzusetzen und ursächlich war hierfür das eigene, ungenügende Überzahlspiel. 1 : 4 lautete die Torbilanz bei eigener Überzahl, als man, statt gelassen und systematisch aufzubauen, kopflos agierte und sich damit Gegenstoßtore einfing. Der Spielstand von 12 : 13 bei Halbzeit ließ für beide Teams noch alle Möglichkeiten offen.

Hatten die Abwehrreihen die ersten dreißig Minuten dominiert, so stand in der zweiten Hälfte die Offensive mehr im Vordergrund. Weiterhin konnte keine Mannschaft konnte deutlich dominieren, doch so nach und nach gelang es der SG den Vorsprung auszubauen. Aus dem Rückraum kam über Maxi Hoffman, Michael Waitz und Matthias Schnödt von jeder Position Gefahr und Frank Herold leistete am Kreis Kärrnerarbeit um Lücken zu schaffen. Trotz Verletzung stellte sich Jojo Schmidt in den Dienst der Mannschaft und er sorgte in der Abwehr weiter dafür, dass von der halblinken Angriffsposition des HC kaum Gefahr ausging. Nach 50 Minuten war beim Spielstand von 24 : 19 eine Art Vorentscheidung gefallen, doch auch da zeigten die Gastgeber Moral und gaben sich nicht auf. Sie erhöhten in der Schlussphase noch einmal das Tempo und verkürzten mit ihrem stärksten Angriffsmittel, den Gegenstoß, den Abstand auf zwei Tore. Der Sieg des Tabellenführers geriet aber nicht mehr in Gefahr, mit Kampfgeist und Routine überstand man die Schlussoffensive und holte sich leistungsgerecht mit 30 : 28 zwei nicht selbstverständliche Auswärtspunkte.

Ein besonderes Lob verdienen die beiden unterfränkischen Schiedsrichter Benzinger und Brotzeller für ihre sehr souveräne Spielleitung und ihre einem Spitzenspiel in der A-Jugend angemessene Regelauslegung. Beiden Mannschaften ist zu attestieren, dass sie mit den gewährten Freiheiten umgehen konnten, bei aller Intensität und Härte blieb die Partie immer fair, kleinere Unstimmigkeiten waren schnell mit einem Händeschütteln bereinigt.

Aufstellung: von Borstel, Weih, Englhard, Kellner, Schmidt (2), Waitz (8), Deinzer, Herold (1), Hofmann (11/6), Schnabl, Schnödt (6), Tannenberger, Weiß (2)