Vor dem Spiel
Neustart mit Pavel Krizek
Gegen TV Gerolzhofen ein Zeichen setzen
Eigentlich wäre die Partie am Samstag in der Krötenseehalle auf dem Papier nur eine Pflichtaufgabe für die Sulzbacher Handballer. Mit dem TV Gerolzhofen gastiert um 18.30 Uhr das Schlusslicht beim Tabellenführer was soll da schon schiefgehen. Doch die Ereignisse der letzten Woche störten die Vorbereitung der Herzogstädter auf dieses Spiel doch erheblich. Nach dem doch recht kurzfristigen Rücktritt von Trainer Christian Rohrbach hatte der neue Coach Pavel Krizek nur wenige Trainingsstunden, um seine Philosophie darzulegen und die Hierarchie im Team zu installieren. Zu viele „schlaue Würste“ gab es zuletzt in der Mannschaft, nun soll es nur noch einen geben, der das Sagen hat. Trainer und Vorstand haben dies klar definiert, nun liegt es an der Mannschaft dies umzusetzen.
Um allen Gerüchten, die durch die verschiedenen Medien schon geistern ein Ende zu setzen, das Ziel der Sulzbacher Handballer ist weiterhin der Aufstieg. Und da man dieses Ziel als Tabellenführer, wenn auch nur noch mit einem Punkt Vorsprung, aus eigener Kraft schaffen kann, soll am Samstag ein deutliches Zeichen gesetzt werden. Als Aufbaugegner taugt der Gast aus Gerolzhofen hier aber nur bedingt. Zwar trennen die Steigerwälder schon sechs Punkte von den Nichtabstiegsrängen, doch aufgegeben hat sich das Team von Trainer Peter Hermsdörfer sicher noch nicht. Schon im Hinspiel hatte man den Favoriten aus der Oberpfalz am Rande einer Niederlage. Erst im Schlussspurt gelang der Truppe damals ein 31:28-Erfolg. Besonders die körperlich starke Rückraumachse mit Schuchbauer, Reimer und Servatius bereiteten den Herzogstädtern damals Probleme. Der TV Gerolzhofen wartet nun schon seit vier Spieltagen auf einen Punktgewinn und wird die Chance beim angeschlagenen Gastgeber sicher nutzen wollen.
Im Sulzbacher Lager wird viel davon abhängen, ob der Trainerwechsel den erhofften positiven Effekt bringt. Schön wäre es, wenn der neue Coach einen adäquaten Kader zur Verfügung hätte, doch die beruflichen Verpflichtungen einiger Spieler, könnten dem tschechischen Spielertrainer einen Strich durch die Rechnung machen. Doch nicht die Aufstellung wird spielentscheidend sein, sondern die Einstellung der Spieler, die nun zeigen müssen, ob sie es wert sind, von der Bayernliga zu träumen. Gegen die Gäste, die das körperliche Spiel bevorzugen, kann sich die Mannschaft so richtig in die Partie hineinkämpfen. Alle für einen, ist ein Slogan des Teams, der besonders für die Unterstützung der Torhüter gilt. Wenn in der Abwehr richtig gekämpft wird, werden es die Keeper auch wieder mit starken Leistungen danken und das muss der Schlüssel zum Erfolg sein.
HC Sulzbach: Prasse, Vojtech (Tor); Ströhl, Englhard, Krizek, Smolik, Meyer, Kreyßig Toni, Kreißig Björn, Forster, Schmidt, Kaspar, Baumgärtel
Bericht: cwh
