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Saison 2014/2015
Samstag, 28. Februar 201519:30 Uhr

HaSpo BayreuthgegenHerren I

Heim

HaSpo Bayreuth

39 : 18

Endergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

HC Sulzbach in der Außenseiterrolle

Beim HaSpo Bayreuth hängen die Trauben hoch

Drei Wochen Pause liegen hinter den Teams der Bayernliga und so brennen Spieler und Fans gleichermaßen auf den Auftakt der entscheidenden Phase der Saison, die an diesem Samstag beginnt. Dann ist der HC Sulzbach um 19.30 Uhr zu Gast beim Tabellendritten HaSpo Bayreuth und steht so vor einer extrem schwierigen Aufgabe. Die Partie findet in der Sporthalle Ost in Bayreuth (Äußere Badstr. 26) statt.

Ein Highlight gab es in der Faschingspause aber doch und das hatte es in sich. Die beiden Topteams aus Auerbach und Waldbüttelbrunn trafen sich zum vorweg genommenen Endspiel um die Meisterschaft. Hier setzten sich die Nordoberpfälzer klar mit 30:22 in eigener Halle durch und werden sich bei nun sechs Punkten Vorsprung den Meistertitel wohl kaum noch nehmen lassen. Die Spannung in der Liga wird somit nur noch vom sehr engen Kampf um den so gefährlichen vierletzten Platz hochgehalten und da sind die Sulzbacher Handballer mittendrin und voll dabei.

Dass die Herzogstädter ausgerechnet bei den so heimstarken Bayreuthern einen entscheidenden Schritt ins sichere Mittelfeld machen können, ist aber eher fraglich. Die Mannschaft von Trainer Mathias Bracher überraschte in dieser Saison mit überragenden Leistungen. Dabei waren die Oberfranken vor einem Jahr noch selbst mitten im Abstiegskampf, doch die Rückkehr von Torjäger Michael Maier und die Leistungsexplosion von Spielern wie Tim Hermannsdörfer, Marius Hümpfer und Sebastian Schmidt machte aus der Wackelmannschaft ein Spitzenteam der Liga, das sich jetzt sogar noch Hoffnung auf den Vizemeistertitel machen kann. Zuletzt bereitete der HaSpo mit dem 23:22-Erfolg eben bei den Waldbüttelbrunnern den Anfang vom Ende der Titelträume der Unterfranken vor.

Die Sulzbacher hadern, wie auch einige andere Teams, mit der Tatsache dass es dieses Jahr vielleicht vier Absteiger geben kann. Acht Spieltage vor Schluss haben die Oberpfälzer 17 Punkte auf dem Konto, dass reicht normalerweise locker für den Klassenerhalt. Doch besondere Situationen erfordern auch besondere Leistungen und so fährt die Krizek-Truppe zwar mit viel Respekt aber auch mit etwas Hoffnung nach Bayreuth. Besonders die enge Partie im Hinspiel in der Krötenseehalle macht Mut, denn da verlor der HCS sehr unglücklich mit 25:26 und beide Teams präsentierten sich durchaus auf Augenhöhe. Da die Spielpause zumindest für die kleinen Blessuren einiger Akteure hilfreich war, hofft der Coach auf ein komplettes und ausgeruhtes Team, das sich in Oberfranken teuer verkaufen will.

HC Sulzbach: Lotter, Heimpel Toni Kreyßig, Björn Kreyßig, Krizek, Laugner, Forster Marco, Brockstedt, Smolik, Benjamin Funke, Florian Funke, Luber, Klee, Forster Kristian

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Waterloo in Oberfranken

Sulzbach kommt in Bayreuth mit 18:39 unter die Räder

Es gibt ja so Tage, da wäre man am besten im Bett geblieben. Das dachten sich wohl auch die Sulzbacher Handballer nach dem Bayernligaspiel am Samstagabend in Bayreuth. Natürlich wusste man, dass die Oberfranken zurzeit in Topform agieren, natürlich wusste man auch, dass sich ohne Jiri Smolik, der sich im Training verletzt hatte, die Chancen auf ein Minimum gesunken waren, doch dass man mit so einer Klatsche nach Hause geschickt wurde, das wusste man nicht. 39:18 stand es nach 60 grausamen Minuten in denen den Gastgebern alles gelang und die Herzogstädter ihr Waterloo erlebten. Nur noch Galgenhumor: “Wenn wir mit einem Tor verloren hätten, wäre die Enttäuschung noch größer gewesen“, half der Mannschaft über den Schockzustand, der kurz nach dem Spiel in der Kabine herrschte.

Über den Spielverlauf braucht man nicht lange berichten. 4:0 und 10:2 stand es nach knapp zehn Minuten, da war die Partie bereits entschieden, denn in keinem Gesicht der Sulzbacher konnte man etwas erkennen, dass sich wie Gegenwehr anfühlte. Mit dieser Einstellung war es dann natürlich kein Wunder, dass die Gäste Fehler am laufenden Band produzierten. Man traute kaum seinen Augen und fragte sich ob dass die gleiche Mannschaft ist, die noch vor einigen Wochen gegen den selben Gegner ihr bestes Saisonspiel gemacht hatten. Davon waren die nun völlig verunsicherten Oberpfälzer an diesem Tag weit entfernt. Die Bayreuther machten, angeführt von Irrwisch Marius Hümpfer, was sie wollten und spielten ihre Überlegenheit gnadenlos aus. Das Resultat war dann auch ein hochverdienter 19:6-Halbzeitstand der keine Fragen offen ließ.

Da seine Stammsieben kollektiv versagt hatte, setzte Trainer Pavel Krizek nach der Pause auf seine jungen Nachwuchskräfte, die es etwas besser machten. Begünstigt von der Tatsache, dass sich die Bayreuther nun in der Abwehr etwas zurück nahmen, hatte zumindest Daniel Luber noch Spaß am Spiel. Der Sulzbacher schaffte sieben Treffer und etablierte sich als sicherer Strafwurfschütze. Am Debakel änderte sich dadurch natürlich nichts. Der Gastgeber hatte noch nicht genug vom Tore werfen und baute den Vorsprung bis zum Ende auf historische 39:18-Treffer aus.

Für den Coach beginnt in dieser Woche nun vor allem Ursachenforschung und Seelenmassage. Bleibt zu hoffen, dass es ihm gelingt den Ausflug nach Oberfranken aus den Köpfen seiner Jungs zu löschen.

HC Sulzbach: Lotter, Heimpel (Tor); Luber 7(3), Marco Forster 3, Björn Kreyßig 2, Laugner 1, Toni Kreyßig 1, Kristian Forster 1, Krizek 1, Klee 1, Florian Funke 1, Brockstedt, Benjamin Funke

Bericht: cwh