Vor dem Spiel
Maximale Motivation
HC Sulzbach im Duell der Ungeschlagenen beim TSV Winkelhaid
Mehr Spitzenspiel geht nicht: Die beiden einzigen noch ungeschlagenen Mannschaften der Handball-Landesliga Nord stehen sich am Samstag (19 Uhr) gegenüber - der HC Sulzbach gastiert beim TSV Winkelhaid. Die Sulzbacher haben bereits ein Spiel mehr als die Franken und stehen so an der Spitze, was der alte Rivale aus Winkelhaid natürlich am Samstag ändern will.
Prognosen über den Spielausgang wagt kaum ein Experte, denn die Duelle der beiden Ex-Bayernligisten waren immer Handballkrimis, in denen Glück und Tagesform entschieden. Auch die bisherigen Ergebnisse in der noch jungen Saison geben kaum Aufschluss über die Stärke der Protagonisten. Überzeugenden Auftritten folgten sehr enge Spiele der beiden Topfavoriten, die sich aber bisher schadlos hielten. Meist war es eher die eigene Sorglosigkeit oder gar Überheblichkeit, die den Gegner stark machte, doch mit ihrer Routine und den starken Einzelspielern konnten diese kritischen Momente repariert werden. Ähnlich war es auch wieder vergangene Woche, als sich der TSV Winkelhaid lange schwer tat im Duell beim Aufsteiger Erlangen-Bruck und erst in den Schlussminuten den 27:26-Sieg sicherstellte. Überzeugender war der 30:21-Heimsieg des HCS gegen den TSV Roßtal, der eine durchwachsene Anfangsphase mit einer fulminanten zweiten Hälfte kaschierte.
Doch der Blick auf die aktuelle Formkurve hat nur statistischen Wert, denn die Entscheidung über den Chefposten der Landesliga fällt am Samstag in der Halle und da werden beide Teams sicher mit maximaler Motivation zu Werke gehen.
Die Bayernliga-Absteiger konnten ihre Kader größtenteils halten und sogar noch verstärken. Während die Herzogstädter mit den Kreißig-Brüdern doppelte Qualität bekamen, gelang dem TSV mit der Rückkehr der "Wurfmaschine" Sebastian Piller vom TSV Rödelsee ein spektakulärer Coup. Trainer Csaba Szücs besitzt nun mit dem Halblinken Piller, dem routinierten Linkshänder Ingo Kundmüller und dem Winkelhaider Urgestein Karl Rettenbacher am Kreis ein magisches Dreieck von hoher Qualität.
Diese drei Ausnahmespieler muss man stoppen, das weiß auch der Sulzbacher Trainer Christian Rohrbach, der aber auf eine ansteigende Form seiner Abwehr und vor allem auf die zwei Supertorhüter Max von Borstel und Zdenek Vojtech bauen kann. Die Partie bei den Mittelfranken verspricht einen hohen Unterhaltungswert und da die Anfahrt doch relativ kurz ist, hoffen die Herzogstädter auf viele eigene Fans und etwas Heimspielatmosphäre in Franken.
HC Sulzbach: Tor: Vojtech, von Borstel. Feld: Ströhl, Englhard, Krizek, Smolik, Meyer, Toni Kreyßig, Björn Kreißig, Waitz, Forster, Schmidt, Kaspar, Baumgärtel.
