Vor dem Spiel
Nur ein Minikader gegen die starken Schwaben
Ohne sechs Stammspieler gegen den TSV Haunstetten
Eigentlich war geplant, dass sich der HC Sulzbach nach den zuletzt schwachen Leistungen, gegen den TSV Haunstetten aus der Mini-Krise schießt, doch die aktuellen Hiobsbotschaften rücken das Spiel plötzlich in ein ganz anderes Licht. Wenn am Samstag um 15.30 Uhr Anpfiff in der Krötenseehalle ist, geht der Tabellensechste aus Sulzbach gegen den Tabellenzwölften aus Haunstetten als krasser Außenseiter ins Spiel.
Schwer zu glauben? Hier die Auflösung: Zu den bereits länger verletzten Thomas Hartmann und Marco Forster gesellen sich am Samstag auch noch Jiri Smolik, Sebastian Blödt und Jojo Schmidt auf die Zuschauertribüne. Mit dem beruflich verhinderten Stefan Moritz fehlt noch ein weiterer Spieler und da Michael Waitz immer noch gesundheitlich angeschlagen ist, weiß Trainer Christian Rohrbach nicht, wen er eigentlich noch aufstellen soll. Nachdem die Herzogstädter gut durch die ersten Wochen der Saison gekommen sind, hat also nun das Verletzungspech voll durchgeschlagen.
Trainer Stefan Ebert und seine Jungs wird es freuen, benötigen die Schwaben doch auch jeden Punkt, den sie ergattern können. Der aktuelle 12. Platz kann nicht das Maß aller Dinge für die Augsburger Vorstädter sein, die sich eigentlich etwas weiter oben platziert sahen. Mit dem hoch gewachsenen Rückraumschützen Matthias Bause und dem jungen Rechtsaußen Dominik Albrecht haben die Haunstettener zwei Topscorer in einem sonst ausgeglichenen und erfahrenen Team. Letzte Woche verlor die Truppe nur knapp mit 22:24 gegen einen der Topfavoriten, dem TSV Rödelsee und zeigte deutlich aufsteigende Tendenz. Diese beiden knapp verlorenen Punkte will man sich jetzt in der Oberpfalz holen und die Chancen gegen das Lazarett-Team der Herzogstädter stehen gut.
Trainer Christian Rohrbach muss sich wohl aus der Reserve einige Hilfe holen, so fallen zwangsläufig Namen wie der erfahrene Peter Andörfer, die beiden jungen Talente Martin Burkhardt und Sebastian Wedel oder auch Abwehrspezialist Peter Englhard, der aber dann festgespielt wäre und das wäre für die, um die Meisterschaft spielende zweite Mannschaft auch keine sehr gute Lösung. Also werden wohl vor allem die verbliebenen noch gesunden Akteure aus der Ersten die Kohlen aus dem Feuer holen müssen. Die Vorgaben sind mit dieser Aufstellung natürlich nicht zwingend mit einem Sieg verbunden, aber der Coach verlangt zumindest eine andere Einstellung von einigen Akteuren, denn es gibt zwei Versionen ein Spiel zu verlieren. Die Fürstenfeldbrucker-Variante möchte im eigenen Wohnzimmer niemand sehen.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Kaspar, Waitz, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Hausner, Andörfer?, Wedel?, Englhard?, Burkhardt?
Bericht: cwh
