Vor dem Spiel
Spitzenreiter beim Schlusslicht
Ab in den Süden ins Alpenvorland geht es für die SG Auerbach-Sulzbach am Samstag. Um 14.30 Uhr ist man zu Gast beim am weitest südlich angesiedelten Teilnehmer der Bayernliga, dem TSV Weilheim. Nach der Papierform bestehen am Ausgang der Partie bestehen keine Zweifel. Demnach wären dem ohne Pluspunkt abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz rangierenden TSV gegen den Tabellenführer noch nicht einmal Außenseiterchancen einzuräumen.
Dies hätte man bei den Gästen vielleicht auch so gesehen, wenn man nicht bereits am vorletzten Spieltag beim Spiel in Fürstenfeldbruck mit einer Mannschaft aus dem letzten Drittel schlechte Erfahrungen gemacht und zwei Punkte verloren hätte. Aus dieser Begegnung hat die Mannschaft ihre Lehren gezogen. Man weiß jetzt, dass jede Mannschaft gegen den Spitzenreiter besonders motiviert ist und versucht, ihm ein Bein zu stellen. Auch Weilheim wird nach einer bisher insgesamt doch enttäuschend verlaufenen Saison alles daran setzen, sich zu rehabilitieren und den Nachweis anzutreten, dass man besser ist als die Tabelle ausweist. Ein Erfolg gegen den Titelaspiranten käme da gerade recht.
Aus dem Hinspiel ist die SG bereits gewarnt, damals musste man sich den Sieg gegen einen unbequemen Gegner hart erkämpfen. Mit 30 : 24 fiel das Ergebnis letztlich zwar deutlich aus, allerdings waren die Oberbayern über 50 Minuten nahezu gleichwertig. Den Ausschlag gaben erst die letzten zehn Spielminuten, in denen sie nichts zuzusetzen hatten. Auch in vielen anderen Spielen der Weilheimer hat sich die Schlussphase als deren Achillesferse erwiesen. Zuletzt gaben sie gegen Niederraunau einen 3-Tore-Vorsprung noch her und unterlagen knapp mit 20 : 21.
Dagegen haben die Oberpfälzer aus dem 31 : 22 Sieg gegen Bayreuth und der dabei gezeigten kämpferisch überzeugenden Vorstellung neues Selbstvertrauen geschöpft. Am Samstag will man auf dieser Leistung aufbauen und in spielerischer Hinsicht einen Schritt nach vorne tun. Die personellen Voraussetzungen dafür sind gegeben, es steht der volle Kader zur Verfügung.
Aufstellung: von Borstel, Weih, Englhard, Kellner, Schmidt, Waitz, Deinzer, Herold, Hofmann, Schnabl, Schnödt, Tannenberger, Weiß
