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Saison 2004/2005
Samstag, 29. Januar 200514:30 Uhr

TSV WeilheimgegenMJA

Heim

TSV Weilheim

:

Noch kein Ergebnis

Gast

MJA

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Spitzenreiter beim Schlusslicht

Ab in den Süden ins Alpenvorland geht es für die SG Auerbach-Sulzbach am Samstag. Um 14.30 Uhr ist man zu Gast beim am weitest südlich angesiedelten Teilnehmer der Bayernliga, dem TSV Weilheim. Nach der Papierform bestehen am Ausgang der Partie bestehen keine Zweifel. Demnach wären dem ohne Pluspunkt abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz rangierenden TSV gegen den Tabellenführer noch nicht einmal Außenseiterchancen einzuräumen.

Dies hätte man bei den Gästen vielleicht auch so gesehen, wenn man nicht bereits am vorletzten Spieltag beim Spiel in Fürstenfeldbruck mit einer Mannschaft aus dem letzten Drittel schlechte Erfahrungen gemacht und zwei Punkte verloren hätte. Aus dieser Begegnung hat die Mannschaft ihre Lehren gezogen. Man weiß jetzt, dass jede Mannschaft gegen den Spitzenreiter besonders motiviert ist und versucht, ihm ein Bein zu stellen. Auch Weilheim wird nach einer bisher insgesamt doch enttäuschend verlaufenen Saison alles daran setzen, sich zu rehabilitieren und den Nachweis anzutreten, dass man besser ist als die Tabelle ausweist. Ein Erfolg gegen den Titelaspiranten käme da gerade recht.

Aus dem Hinspiel ist die SG bereits gewarnt, damals musste man sich den Sieg gegen einen unbequemen Gegner hart erkämpfen. Mit 30 : 24 fiel das Ergebnis letztlich zwar deutlich aus, allerdings waren die Oberbayern über 50 Minuten nahezu gleichwertig. Den Ausschlag gaben erst die letzten zehn Spielminuten, in denen sie nichts zuzusetzen hatten. Auch in vielen anderen Spielen der Weilheimer hat sich die Schlussphase als deren Achillesferse erwiesen. Zuletzt gaben sie gegen Niederraunau einen 3-Tore-Vorsprung noch her und unterlagen knapp mit 20 : 21.

Dagegen haben die Oberpfälzer aus dem 31 : 22 Sieg gegen Bayreuth und der dabei gezeigten kämpferisch überzeugenden Vorstellung neues Selbstvertrauen geschöpft. Am Samstag will man auf dieser Leistung aufbauen und in spielerischer Hinsicht einen Schritt nach vorne tun. Die personellen Voraussetzungen dafür sind gegeben, es steht der volle Kader zur Verfügung.

Aufstellung: von Borstel, Weih, Englhard, Kellner, Schmidt, Waitz, Deinzer, Herold, Hofmann, Schnabl, Schnödt, Tannenberger, Weiß

Nach dem Spiel

Glanzloser Erfolg beim Schlußlicht

TSV Weilheim - SG Auerbach-Sulzbach 23 : 34 (12 : 17)

Beim Tabellenletzten TSV Weilheim gelang der SG Auerbach-Sulzbach der erwartete Erfolg. Trotz gesundheitlicher Probleme einiger Spieler war der Sieg zu keiner Zeit in Gefahr, mit 34 : 23 Toren fiel er sogar deutlicher als im Heimspiel aus. Damit bleibt die SG nach 13 absolvierten Spielen an der Tabellenspitze der Bayernliga und kann sich in den nächsten drei für sie spielfreien Wochen gezielt auf die entscheidende Phase der Meisterschaft mit den schweren Auswärtspartien in Erlangen, Niederraunau und Friedberg vorbereiten.

Nach mehr als dreistündiger Anreise brauchten die Oberpfälzer einige Minuten Anlaufzeit, um das Spiel in den Griff zu bekommen. Bis zum Zwischenstand von 6:6 hielten die Gastgeber gut mit und profitierten dabei von zahlreichen Konzentrationsfehlern des Favoriten. In dieser Phase verstanden es die Oberbayern die Mängel der SG-Defensive im Stellungsspiel vor allem über den Kreis auszunutzen. Und auch im Angriff boten die Gäste zunächst wenig. Michael Waitz war stark angeschlagen, er wurde nach kurzer Zeit aus dem Spiel genommen, und so waren es im wesentlichen Einzelaktionen des erneut stark spielenden Maxi Hofmann, die Zählbares brachten. Ein Zwischenspurt Mitte der ersten Halbzeit brachte den Tabellenführer dann mit 12 : 6 in Führung und sorgte für die Vorentscheidung. Den Vorsprung verwaltete man bis zum Halbzeitpfiff und tat dabei nicht mehr als das Nötigste.

Auch in der zweiten Hälfte änderte sich am Spielverlauf wenig. Probleme hatten die Gäste eigentlich nur mit dem überragenden Halblinken der Gastgeber Felix Becker, der, als man sich seiner im Rückraum gezielter annahm, auf die Außenposition auswich und auch von dort ein paar schöne Tore erzielte. Ansonsten stand man in der Abwehr jetzt besser, zumal Maxi Hofmann nach einer Umstellung den gegnerischen Kreisläufer unter Kontrolle brachte. Dies zahlte sich durch zahlreiche Ballgewinne und Tempogegenstöße aus. Trotzdem gelang es nicht, den Vorsprung auszubauen, da Konzentration und Chancenauswertung zu wünschen übrig ließen. Angesichts des Spielstands und nachdem neben Waitz auch noch Alex Kellner und Matthias Tannenberger angeschlagen in das Spiel gegangen waren, wechselte man eifrig durch. Mancher Spieler kam dabei auch auf ungewohnter Position zum Einsatz, was allerdings nicht für alle Schwächen beim Zusammenspiel im Positionsangriff eine Erklärung ist.

Nachdem etwa 10 Minuten vor dem Ende beim Stand von 27 : 22 in punkto Einsatz und Spielwitz ein Tiefpunkt erreicht war, nahmen die Trainer Renner und Schnödt eine Auszeit, um die Mannschaft neu einzustellen. Dies hatte Erfolg, die Mannschaft zog die Zügel noch einmal an und agierte jetzt deutlich konzentrierter. Die Gastgeber hatten dem nichts mehr entgegen zu setzen. Die Schlussphase ging mit 7 : 1 an die SG und das Endergebnis fiel mit 34 : 23 noch in leistungsgerechter Höhe aus.

Auf Seiten des Tabellenführers ist vor allem der vierzehnfache Torschütze Maxi Hofmann herauszuheben, der nicht nur in der Offensive sondern auch in der Abwehr herausragte. Die meiste Unterstützung erhielt er durch Frank Herold, dessen Formkurve deutlich nach oben zeigt, und Matthias Schnödt. Zu überzeugen wussten auch die beiden Torhüter Max von Borstel und Marko Weih.

Aufstellung: von Borstel, Weih, Kellner (2), Waitz, Englhard (2), Schmidt (1), Hofmann (14/6), Schnödt (7/2), Herold (7), Schnabl, Deinzer, (1), Tannenberger