Vor dem Spiel
Krizek-Truppe will in Oberbayern nachlegen
SV Anzing ist aber ein schwerer Brocken
Fast hätte der Auftritt des SV Anzing in der Bayernliga nur ein Jahr gedauert. Erst der freiwillige Abstieg eines Drittligisten bescherte dem Tabellenelften des Vorjahres den Klassenerhalt. Irgendwie haben sich dabei wohl alle Bayernligisten etwas für die Oberbayern gefreut, denn die Anzinger sind eine echte Bereicherung der bayerischen Eliteklasse. Die junge Mannschaft spielt erfrischenden Handball und hat aus dem immer gut gefüllten Sportzentrum (Am Sportzentrum 18) in Anzing eine echte Topadresse in der südbayerischen Handballszene gemacht. Am Samstag um 18.00 Uhr kommt es nun zur Neuauflage des denkwürdigen Rückrundenspiels der letzten Saison als sich die beiden Teams nach großem Kampf mit einem Remis getrennt hatten.
In dieser Runde wollen die Jungs von Trainer Hubert Müller nichts mit dem Abstieg zu tun haben und so starteten sie auch in die Saison. Die inoffizielle Stadtmeisterschaft haben die Anzinger schon fast in der Tasche, denn die Derbys gegen Allach, Fürstenfeldbruck und Unterhaching wurden allesamt gewonnen. Das katapultierte die Oberbayern in die Spitzengruppe der Liga und auch wenn es zuletzt auch zwei deutliche Niederlagen gab, stehen die Anzinger mit 8:6 Punkten auf einem ansehnlichen 6. Rang. Dabei baute das Team nicht auf spektakuläre Neuzugänge, sondern auf die kontinuierliche sportliche Weiterentwicklung seiner Talente. Das verdient allen Respekt, auch wenn sich die Gastgeber hier im Ballungsraum München etwas leichter tun als die Gäste aus der ruhigen Oberpfalz.
Etwas ruhiger ist es auch in der Herzogstadt geworden. Der starke Auftritt gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Waldbüttelbrunn brachte das Selbstvertrauen in die Krizek-Truppe zurück, die nun aber nachlegen muss. Die Spiele am Samstag in Anzing und eine Woche später gegen Allach, sollen den Weg aufzeigen, den die Sulzbacher in dieser Saison gehen werden. Wenn hier nicht fleißig gepunktet wird, wird das Abstiegsgespenst wohl ein stetiger Gast im Oberpfälzer Jura bleiben, wo sich Sagengestalten ja leider schon immer wohl fühlten. Nach der Pause in den Herbstferien hofft Trainer Krizek auf einen psychisch starken und physisch hellwachen Kader, der liebend gerne die erfolgreichen Auswärtsfahrten in die Landeshauptstadt mit den Siegen gegen Unterhaching und Fürstenfeldbruck wiederholen würde.
HC Sulzbach: Lotter, Heimpel Toni Kreyßig, Björn Kreyßig, Krizek, Marco Forster, Brockstedt, Smolik, Florian Funke, Benjamin Funke, Luber, Kristian Forster, Meta, Termer, Rohrbach
Bericht: cwh
