Vor dem Spiel
Kein Freundschaftsspiel gegen Burghausen
Sulzbacher Erste hat etwas gut zu machen
Es hätte ein richtig gemütliches Handballspiel werden können, wenn am Samstag um 16.30 Uhr in der Realschule die beiden Teams des TV Sulzbach und des SV Wacker Burghausen aufeinander treffen. Doch nach dem vergangenen Wochenende, an dem sich beide Teams ziemlich blamierten, verlangen die Fans der Mannschaften Wiedergutmachung und setzen ihre Helden mächtig unter Druck. Besonders die Herzogstädter haben nach der 26:29-Pleite in Erlangen einiges in Ordnung zu bringen, um den Groll der Trainer zu entgehen. Aber auch die Gäste aus Burghausen bekleckerten sich bei der 25:26-Heimniederlage gegen den Tabellenvorletzten Eggenfelden nicht gerade mit Ruhm und wollen ebenfalls ihre sicherlich vorhandene Klasse bestätigen.
Dies kann dem Spiel am Samstag eigentlich nur gut tun, denn beide Teams befinden sich im Mittelfeld der Liga, und kämpfen nur noch um die Ehre. Dies sollte echten Sportlern aber eigentlich reichen um die nötige Motivation zu einem guten Handballspiel aufzubauen.Die Vorzeichen dazu stehen nicht schlecht, denn mit dem SV Burghausen kommt ein altbekanntes Team in die Oberpfalz, dass immer für einen echten Handballschlager gut war. Mit Markus Böhner und Uli Reffle stehen zwei Ausnahmekönner in den Reihen der Oberbayern, die das Herz jedes Handballkenners in die Höhe schlagen lässt. In den vergangenen Jahren waren es meist sehr enge Spiele zwischen den beiden etwa gleich starken Mannschaften, die auch in dieser Saison wieder einträchtig nebeneinander den 4. und 5. Tabellenplatz der Landesliga behaupten.
Die beiden Trainer der Herzogstädter Ströhl und Andörfer müssen in diesem Spiel leider auf die A-Jugendakteure verzichten, die zeitgleich in Niederraunau antreten, doch dies kann keine Ausrede für eine schlechte Leistung sein. Am Samstag erwarten die Verantwortlichen ein leidenschaftliches Spiel ihrer Mannschaft und dann ist es egal wer in die Halle einläuft. Dass sie es können, haben sie oft genug in dieser Saison bewiesen und wenn sie wollen schaffen sie es auch. Alles andere als eine kämpferische Glanzleistung wird von den Trainern nicht mehr toleriert. Immerhin hat man einen guten Ruf zu verlieren.
TV Sulzbach:
Vojtech, Güthe (Tor); Munker, Brandt, Hartmann, Stauber, Martinez, Soukop, Gömmel, Rohrbach, Reinelt
Bericht: cwh
