Vor dem Spiel
Ungewohnte Zeit aber altbekannte Probleme
Letztes Hinrundenspiel am Dreikönigstag um 18:00 Uhr gegen den HC Erlangen II
Achtung Handballfans aufgepasst! Das letzte Spiel der Hinrunde in der Bayernliga findet an einem ungewohnten Wochentag zu ungewohnter Zeit statt. Am Tag der heiligen drei Könige, den 06.01.2016 beginnt die Partie gegen den HC Erlangen II bereits um 18.00 Uhr in der Krötenseehalle.
Nichts neu dagegen ist die zur Zeit so dünne Spielerdecke, denn mit Marco Forster und Björn Kreyßig fehlen sicher zwei Leistungsträger aus verschiedenen Gründen und auch das Comeback von Torjäger Jiri Smolik steht noch auf der Kippe, denn der von seiner Verletzung genesene Tscheche laboriert nun an einer hartnäckigen Grippe.
Das macht die Aufgabe gegen den Tabellendritten aus Erlangen natürlich nicht einfacher. Doch selbst in Bestbesetzung wären die Junioren der Bundesligamannschaft wohl eine Nummer zu groß für die Herzogstädter gewesen, denn die Truppe von Trainer Roland Wunder spielte die beste Vorrunde seit Jahren. Einen echten Superstar sucht man in der Talentschmiede aus Mittelfranken zwar vergeblich, doch gerade dieser Umstand macht die Mannschaft wohl auch so erfolgreich. Völlig unberechenbar, dafür aber auf allen Positionen pfeilschnell und torgefährlich waren die Erlanger für fast alle Gegner ein Buch mit sieben Siegeln und so darf die Bundesligareserve sogar noch etwas zur Tabellenspitze schielen, die mit fünf Punkten Rückstand nicht unerreichbar ist. Zuletzt hatten die Jungs so richtig Spaß am Handball und schickten ihre Gegner aus Unterhaching und Fürstenfeldbruck mit deftigen Niederlagen nach Hause.
Davon war die Truppe von Coach Pavel Krizek vor der Weihnachtspause leider meilenweit entfernt. Viele Ausfälle und drei schwere Auswärtsspiele sind dafür verantwortlich, dass die Herzogstädter im Moment den drittletzten Tabellenplatz einnehmen, der wohl ein sicherer Abstiegsplatz wäre. Doch die Mannschaft kann viel mehr und wird mit einem aufgefüllten Kader und neun Heimspielen in diesem Jahr noch intensiv an einer besseren Platzierung feilen. Gegen den Favoriten aus Erlangen sollte hier zumindest in Sachen Motivation und Kampfgeist der erste Schritt gemacht werden. Lassen wir uns also überraschen, ob der Heimvorteil den gewohnten Siegeswillen entfacht und dann vielleicht sogar eine Neujahrsüberraschung gelingt.
HC Sulzbach: Lotter, Heimpel Toni Kreyßig, Krizek, Brockstedt, Smolik, Florian Funke, Benjamin Funke, Luber, Kristian Forster, Meta, Morcinek
Bericht: cwh
