Vor dem Spiel
Mit neuem Coach nach Oberfranken
Christian Rohrbach übernimmt mal wieder das Team beim Gastspiel im Fichtelgebirge
Nach 0:8-Punkten aus den ersten vier Spielen und einer zumindest gefühlten Ratlosigkeit bei der Suche nach den Ursachen, folgt meist ein ungeschriebenes Regularium. Das ist beim kleinen Handballclub aus Sulzbach-Rosenberg nicht anders als in den Profiligen, aber zumindest mit mehr Niveau. Chefcoach Christian Weigl war es selbst, der den Erfolg der Mannschaft vor seine eigenen Interessen stellt. „Das Vertrauen aus einigen Mannschaftssteilen war nicht mehr vorhanden,“ so der Trainer, der selbst um die Aufhebung seiner Tätigkeit bat. „Ich wünsche der Mannschaft und dem neuen Coach viel Erfolg und werde natürlich weiterhin als Jugendtrainer im Verein Verantwortung übernehmen.“
Wer der Neue auf der Bank der Herzogstädter sein wird, ist wohl keine allzu große Überraschung. Mangels Alternativen mitten in der Saison, wird einmal mehr Vorstand Christian Rohrbach Verantwortung übernehmen, eine Variante, die sich in der Vergangenheit ja schon bewährt hat. Helfen wird ihm Jiri Smolik, den Rohrbach in die Trainingsgestaltung und das Coaching einbinden will, der aber auch noch mindestens ein Jahr selbst aktiv spielen will.
Die erste Bewährungsprobe steht schon am kommenden Samstag auf dem Plan, wenn die Herzogstädter um 16.30 Uhr bei der HSG Fichtelgebirge antreten müssen. Nicht gerade ein Aufbaugegner, denn die Oberfranken gelten seit Jahren zu den stärksten Teams der Landesliga. In dieser Saison sind sie mit einem Sieg und einer Niederlage zwar nur mittelmäßig gestartet, gelten aber vor allem in eigener Halle als Favorit in dieser Partie, die in der Volksschule in Wunsiedel stattfindet.
Fehlen wird wohl am Samstag Jonas Rohrbach aus beruflichen Gründen und auch Tim Lehmacher, der den Verein nach nur vier Spielen wegen mangelnden Erfolgsaussichten verlassen hat. Dazu kein Kommentar an dieser Stelle. Bleibt zu hoffen, dass sich der Rest der Truppe kämpferisch gibt und den Trainerwechsel als Chance sieht, den gordischen Knoten zu lösen, der bisher verhindert hat, dass die hochtalentierten Einzelspieler wieder eine echte Mannschaft werden.
HC Sulzbach: Martin, Feldbauer (Tor); Lesak, Smolik, Rohrbach Fabian, Stancic, Mikovic, Sehnke, Wedel, Haubold, Weiß, Sommer, Ströhl
Bericht: cwh
