Vor dem Spiel
Letzte Hürde Indersdorf zu hoch ?
Spiel um die Ehre bei den Oberbayern
Im letzten Auswärtsspiel der Saison wartet auf die Sulzbacher Handballer noch einmal jede Menge Arbeit. Beim Tabellenvierten TSV Indersdorf wäre ein Punktgewinn schon fast eine Sensation, denn die Oberbayern kämpften bis vor zwei Wochen noch um die Meisterschaft mit. Doch die Siegesserie des Tabellenführers Roding beendete aber die Träume der Indis. So geht es in der Partie der beiden Tabellennachbarn wieder einmal nur um die Ehre. Beide Mannschaften garantieren aber für herzerfrischenden Angriffshandball und so kann man ein tolles Spiel erwarten.
Schon in der Vorrunde begeisterten die beiden Teams das Sulzbacher Publikum mit einem wahren Handballkrimi, den die Oberbayern knapp mit 29:28 für sich entschieden. In der Krötenseehalle beeindruckten vor allem die beiden Rückraumschützen Vogl und Hedtstück, die von der Sulzbacher Abwehr nie ganz auszuschalten waren. Aber auch am erfahrenen Torhüter Günter Heide bissen sich die Herzogstädter in den entscheidenden Phasen die Zähne aus. Für viele Experten waren die Münchner Vorstädter eigentlich ein potentieller Aufstiegskandidat, doch gegen die Topteams gab es einige unglückliche Niederlagen und so müssen die Indersdorfer ein weiteres Jahr auf ihren großen Coup warten.
Die Herzogstädter liegen zwar nur einen Platz, aber immerhin schon sieben Punkte hinter den Gastgebern. Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache wer die konstantere Mannschaft in der Saison war. Doch das Team von Trainer Ingo Gömmel ist immer für eine Überraschung gut, immerhin waren die Sulzbacher die Einzigen, die den designierten Meister aus Roding eine Niederlage beibringen konnten. In Indersdorf wird es aber sehr schwer werden, denn mit Peter Andörfer und Thomas Hartmann fehlen weiter zwei wichtige Stützen, die nach ihre Verletzungspause erst wieder in Aufbauspielen an die erste Mannschaft herangeführt werden sollen. Ein Gutes hat die Personalmisere aber doch. Die beiden Joungsters Peter Englhard und Alex Kellner bekommen so viel Spielpraxis und können zu wichtigen Stützen des Teams reifen. Eine positive Entwicklung durchläuft auch Sebastian Piller. Der neue Torjäger der Herzogstädter ist für die Indersdorfer noch eine Unbekannte und könnte den nötigen Drive für einen Punktgewinn in bayerischen Süden sorgen.
HC Sulzbach: Vojtech, Güthe (Tor); Munker, Piller, Stauber, Soukop, Andörfer M., Braun, Schuh, Kellner, Englhard, Brandt
Bericht: cwh
