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Saisonvorschau Herren 1

Der HC Sulzbach ist zurück in der Oberliga

Alte Bekannte und neue Gesichter nach drei Jahren Abstinenz

Nach dem denkwürdigen Aufstiegscoup, der auch noch im Derby in Amberg klargemacht werden konnte, steht nun die Belohnung an: Der HC Sulzbach spielt wieder in der Oberliga! Die Verantwortlichen haben mit Trainer Michael Klose seit drei Jahren das Ziel verfolgt, wieder aus dem Bezirks- in den BHV-Bereich zurückzukommen und wollen sich nun dort etablieren.

Die Mannschaft wurde in ihrem Kern zusammengehalten und punktuell verstärkt. Mit John Martin kehrt nach drei Jahren ein bereits bekannter Torhüter aus Auerbach in seine sportliche Wahlheimat zurück. Seine Handballausbildung hat der 26-jährige in Eisenach genossen, mittlerweile ist er aber fest in der Herzogstadt verwurzelt und beim HCS auch Jugendleiter. Der 23-jährige Felix Fritsch verstärkt den Rückraum und kommt aus Hersbruck. Letzte Saison hat man seine Geschwindigkeit und Dynamik schon als Gegner bewundern können, dieses Jahr soll er diese Stärken in Sulzbach einbringen.

Aus Lauf kommt mit Christian Stöckl ein Spieler, der trotz eines recht jungen Alters handballerisch einiges auf dem Buckel hat. Mit seinen 24 Jahren kann er reichlich Erfahrung aus Oberliga und Regionalliga vorweisen. Seine Spielstärke hat er aber auch schon der Ausbildung beim HC Erlangen zu verdanken. Ebenfalls fest zum Team stößt mit Jonas Ruhland ein Top-Talent aus der eigenen Jugend, das letzte Saison vor allem nach der Winterpause aber schon regelmäßig dabei war.

Die Abgänge der Torhüter Filip Kaiser und Philipp Schloß sowie die Karriereenden von Daniel Luber („nur“ noch Co-Trainer) und Sebastian Wedel konnten somit adäquat ersetzt werden ohne das Grundgerüst der Mannschaft auseinander zu reißen. Es ist natürlich schwer einzuschätzen, wo die Mannschaft genau steht, weil die Quervergleiche mit den Kontrahenten fehlen. Aufgrund des doch deutlichen Aufstiegs aus einer guten Bezirksoberliga und der organischen Entwicklung der Mannschaft kann man aber optimistisch sein, sich in der neuen Liga zu etablieren.

Dort gibt es altbekannte Kontrahenten wie den TSV Roßtal und dem ASV Cham, die gleichzeitig zu den Favoriten in der Liga zählen. Ein Wiedersehen gibt es mit dem HC Forchheim, der ein Jahr vor dem HCS aufstieg und gleich eine Top-Saison spielte. Der HSC Bad Neustadt und die DJK Waldbüttelbrunn sind namhafte Gegner aus Unterfranken, eher unbekannt sind die schon länger in der Oberliga etablierte HSG Rödental/Neustadt und die Aufsteiger ESV Flügelrad Nürnberg und HSG Weidhausen-Ebersdorf aus Oberfranken.

Gegen den TV Marktsteft und die SG Helmbrechts/Münchberg haben in den vergangenen Jahren öfter gegen die Sulzbacher Damen als gegen die Herren gespielt. Highlights werden natürlich die beiden Duelle gegen die SG Auerbach/Pegnitz. Dadurch müssen die Fans auch in dieser Spielzeit nicht auf ein echtes Derby verzichten. Unter dem Strich gibt es also etwas weniger Lokalkolorit als in der Bezirksoberliga, dafür traditionsreiche Duelle und ein deutlich höheres Spielniveau, in dem keine Partie mal im Vorbeigehen gewonnen werden kann.

Durch den harten Abstieg in der Oberliga, bei dem mindestens vier Mannschaften die Liga wieder verlassen müssen, kann sich das Team nicht viele Ausrutscher erlauben und muss alle Gelegenheiten nutzen, um Punkte mitzunehmen. Das bewährte Trainerteam um Chef Michael Klose, Co Daniel Luber und Torwarttrainer Christian Dewald, unterstützt von Physio Sofie Kaleja, hat die Mannschaft in der Vorbereitung eingeschworen und in die Spur gebracht, um diese große Herausforderung zu meistern.